Wie Begegnungen verlaufen ODER: Die Jägerin in mir

Ich liebe dieses Procedere: wie die ersten Annäherungen einer Begegnung mit jemandem Neuen ablaufen. Es ist einfach immer wieder auf‘s Neue spannend, wie es in Sachen erster Körperkontakt mit dem Gegenüber verläuft – mal intensiv, mal weniger intensiv und manchmal läuft auch gar nichts – entweder weil die Chemie nicht stimmt oder WEIL der respektvolle Umgang stimmt.

Wie ich letzteres meine? Ganz einfach: Selten aber doch sind mir junge Männer untergekommen, die nur dann küssen, wenn sie verliebt sind und es in Richtung monogame Beziehung geht. (In diesem Zusammenhang durfte ich letztes Jahr ein neues Wort kennenlernen: Das Konzept nennt sich demisexuell.) Und ich bin ein Mensch, des solch eine Grenze respektiert, wenngleich ich fallsweise die Folgen dieses respektvollen Umgangs bedauere (in Bezug darauf, dass dann eben nichts läuft).

Jedenfalls ist das eine Facette, die mich, „die Jägerin“ ausmacht. Ich strebe fortwährend nach neuen Gerüchen, nach neuen Erlebnissen, nach neuen Erkenntnissen in Sachen zwischenmenschlicher Zweisamkeit und Intimität. Wenngleich ich einerseits mit meiner stabilen Partnerschaft sehr zufrieden bin (– und ich meine wirklich SEHR zufrieden!), so ist da ein anderer Teil in mir, der auch fortwährend gelebt werden möchte: Der Teil der Jägerin. Der Teil der Streunerin.

Beobachtungen und Erkenntnisse

Ich, als katzenhaftes Wesen, bin zwar froh meinen Platz und mein Zuhause zu kennen, bin aber genauso froh, wenn ich „raus“ auf die Jagd kann und neue „Beute“ anschleppe, um sie bestenfalls in mein Leben, in meinen Freundeskreis zu integrieren. Ich liebe das! Ich kann euch gar nicht sagen, wie sehr ich das liebe! Wie sehr ich das brauche – immer wieder auf‘s Neue. Das macht mich eben aus.

Mal hab ich intensivere Jagdphasen, mal weniger intensive, aber eines hat sich im Laufe der Jahre herauskristallisiert: Wenn ich darauf absichtlich verzichten MUSS (aus welchen Gründen auch immer), dann macht mich das nicht nur unrund, sondern auch massiv unglücklich. Das ist dann wirklich so wie bei dem Kater meines Freundes: Als der (noch) nicht raus durfte, obwohl er so den Drang danach hatte, hat er in seinem „Gefängnis“, dem Haus, hatte er die Tapeten zerfetzt und war mehr als unrund. Als er dann endlich raus durfte zum streunen, ist er seither ein ruhiger, ausgeglichener, entspannter Kater.

Auf eigene Verantwortung/Gefahr

Früher wurde mir von manchen Leuten eingeredet, ich würde mit den Typen spielen. Ich würde mit deren Zuneigung spielen. Aber inzwischen habe ich gelernt, mir diesbezüglich nichts mehr einreden zu lassen. Denn ich spiele nur dann, wenn es ein beidseitig erwünschtes Spiel ist. Ich SPIELE gewiss nicht mit der Zuneigung anderer, um in Sachen Körperkontakt zu bekommen was ich will. Ich meine alles ernst in dem Moment und wenn sich mein Gegenüber drauf einlassen will, dann ist das auf eigenes Risiko, auf eigene Verantwortung, auf eigene Gefahr.

Soll bedeuten: Wenn sich dann aus Konsequenz daraus dann jemand in mich verliebt, dann muss ihm klar sein, dass ich ihm keine Beziehung bieten kann. Dass er mich dafür nicht haben/besitze kann. Ich gehöre niemandem, ich gehöre nur mir. (Ich gehöre maximal ZU jemandem – und da ist der Platz schon vergeben.)

Die jenigen die mich kennenlernen, lernen mich meistens entweder online kennen und da ist mein Profil einerseits schon sehr aussagekräftig, aber in weiterer Folge erhalten sie auch meistens (weil es sich im Zuge der schriftlichen Konversation irgendwie ergibt) einen Blogartikel von mir, der sie dann genau hier her führt und sie sich bei näherem Interesse weiter in meinen Blog einlesen.

Die einen schreckt das dann ab – und fallen dadurch weg. Die anderen sind begeistert, wie offen ich schreibe und mit all dem umgehe und fühlen sich bestenfalls geehrt, wenn sie dann auch in meinen Blogerzählungen positiv erwähnt werden… 🙂

Jedenfalls worauf ich hinaus will:

Egal ob „erst“ 20 oder „schon“ 35: Es liegt an jedem selbst, die Verantwortung für sich und sein Handeln zu übernehmen. Wer das nicht kann, ist bei mir falsch. Denn wer sich auf mich einlässt, der tut dies auf eigenes Risiko.

 

„Wer mit Katzen spielt, darf Kratzer nicht scheuen.“ ÄGYPTISCHES SPRICHWORT

„Wer unter die Oberfläche dringt, der tut dies auf eigene Gefahr.“ OSCAR WILDE

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