„Genau sowas hab‘ ich schon lange vermisst: Die Zärtlichkeit, das Kuscheln…“ ODER: Das perfekte erste Treffen zu zweit

Ich hätte auch „das perfekte erste Date“ schreiben können. Aber ich mag die Bezeichnung „Date“ nicht – weil es für mich einfach nicht zutreffend ist. Was früher als Rendez-vous galt, ist heute ein Date. Doch für mich ist die Bezeichnung nicht stimmig, wenn ich keine amourösen Absichten habe.

Heute hatte ich zum ersten Mal zu zweit mit Johann getroffen. Wir hatten uns am Freitag im Zuge einer Plaudergruppe kennengelernt (auf groops.at, wo man fremde Leute treffen kann, die gemeinsame Interessen haben und man dann in der Gruppe etwas trinken geht um sich kennenzulernen oder in der Gruppe eine gemeinsame Unternehmung wie Yoga, wandern, Rad fahren, walken oder was auch immer macht). Er (26) saß neben mir und er war mir schon beim Reinkommen ins Café positiv aufgefallen, sodass ich ihm mit einem strahlenden Lächeln begrüßt habe.

Im Laufe des Abends konnte ich dann auch mit einer anderen Person Platz tauschen, sodass es mir gelungen war, neben ihm zu sitzen. Im Zuge des Plauderns, schrie alles in mir nach „berühren, berühren, berühren!“. Doch wie? Ich hab zwischendurch, nach meiner Aussage: „Also ich find dich total sympathisch. Hast du Lust danach noch mit mir ein Wenig spazieren zu gehen?“ der er zustimmte, immer wieder versucht, mit meinem Knie sein Knie unterm Tisch zu berühren, aber da er fallweise zurückgewichen war, wusste ich nicht, ob er das aus Höflichkeit tat oder es ihm doch zu viel war. Jedenfalls kamen wir im Laufe des Abends dazu Nummern zu tauschen – auch hier hatte ich ihn direkt nach seiner Nummer gefragt gehabt.

Jedenfalls hatte dann ein Lokalwechsel angestanden. Ein Teil der Gruppe wollte noch etwas essen, die anderen verabschiedeten sich. Ich war dann beim kleineren Teil dabei, der noch Hunger hatte – genau so wie er – und wir deshalb mit den drei anderen weitergezogen waren. Dort in dem anderen Lokal saßen wir dann wieder nebeneinander und nach dem Essen hatte ich das Gefühl allmählich zu platzen. Ich fühlte mich wie ein Vulkan, der kurz vorm Explodieren stand, wenn ich ihn nicht bald berühren konnte/durfte. Meine Finger wurden immer nervöser und nahmen sich Servietten und Bierdeckel zu Hilfe um die aufgestaute Energie abzubauen. Aber dann reichte es mir und ich ging auf volles Risiko.

Ich schrieb ihm ein Sms: „Also ich hab das Gefühl bald zu explodieren. Würd dich voll gern berühren, trau mich aber nicht. Deshalb meine nervösen Finger, weiß nicht wo hin mit mir. Wollte schon im Café mit dir kuscheln.“ Er las gleich nach dem Empfangen die Sms und war so lieb und kam mir entgegen. Er legte eine Hand auf seinen Oberschenkel sodass ich sie nur noch nehmen brauchte. Und dieses Gefühl, diese Berührung, war wie eine Erlösung für mich und mein aufgewühltes Inneres. Das tat sooo gut! Welch Erleichterung!

Entspannung meinerseits war eingetreten, aber ihm schienen die Berührungen ebenso gut zu tun und er genoss es scheinbar, mich ebenso streicheln zu können. So saßen wir den Rest des Abends da. Die Gruppe wurde immer kleiner und allmählich wagten wir es dann auch oberhalb des Tisches „händisch zu turteln“ und dadurch wurde der Abend für mich zu einem besonders schönen Erlebnis. Ich hatte bekommen wonach mir war und ich freu mich drauf, bei einem baldigen Wiedersehen noch mehr von ihm zu entdecken und erkunden. 🙂

***

Gegenseitige Sympathie auf den ersten Blick

Heute haben wir uns wiedergesehen und uns auf der Donauinsel zum Spazierengehen verabredet. Aber da das Wetter so traumhaft warm (mit etwa 22 Grad) war, hab ich noch eine Decke geschnappt, dass wir uns vor Ort zum Wasser hinchillen konnten.

Mit Johann war es Sympathie auf den ersten Blick gewesen. Wir freuten uns, dass wir uns heute wiedersahen und als wir die Donau über eine Brücke überquerten, wollte ich von ihm wissen, wie denn so bisher sein Eindruck von mir sei. Er meinte, er fände mich voll cool und fände meine offene Art erstauntlich. Dann erzählte er mir, dass ich genau sein Typ sei. Ich wollte wissen, in wie fern: Haare? Gesicht? Figur? „Einfach alles“, erwiderte er freudestrahlend. Das freute mich und ich meldete zurück, dass er ebenso, mit seiner ruhigen, schüchternen, unaufdringlichen Art ebenso mein Typ sei und ich mich deshalb so freute, dass die positiven Eindrücke auf Gegenseitigkeit beruhen.

Auf der Donauinsel angekommen, suchte ich uns ein verstecktes Plätzchen im Grünen, nah am Wasser und doch blickdicht vor möglicherweise vorbeispazierenden Leuten. Kaum angekommen breitete ich die mitgebrachte Decke aus. Er stellte sich zum Wasser und meinte bewundernd, ja,… hier ließe es sich gut aushalten. ^^ Es war heute so warm am Nachmittag, dass ich keine Jacke brauchte und auch mein Pullover den ich anhatte, den hatte ich getrost nach der ersten Umarmung dort am Wasser ablegen können – was mir eh lieber war, denn ich sehnte mich schon sehr nach Hautkontakt mit ihm.

Der Wohlfühlfaktor

Wir standen da also am Wasser, er im T-Shirt ich im Spaghetti-Träger-Top und wir umarmten uns sehr innig. Es fühlte sich sooo gut an, so richtig, so vertraut, keine Berührung seinerseits war irgendwie fehl am Platz gewesen… *-* Durch das Umarmen und das Streicheln führte eines zum anderen und so kam es also dann, dass wir uns küssten. Auch seine Küsse waren genau so zärtlich und liebevoll wie sein Streicheln. Wunderschön!

Allmählich wurden mir dann jedoch schon die Knie weich, weshalb ich dann mit ihm im Schlepptau die Decke anpeilte zum hinlegen, was wir dann auch taten. Dort knutschten, streichelten und liebkosten wir uns weiter und es schien, als hätten wir alle Zeit der Welt. Keiner von uns hatte es eilig, es war alles superentspannt und es ein enormer Wohlfühlfaktor war auf beiden Seiten gegeben. Johann meinte: Genau sowas hab‘ ich schon lange vermisst: Die Zärtlichkeit, das Kuscheln…“

Er stellte des Weiteren fasziniert fest, wie stimmig und vertraut sich das mit uns anfühlt, obwohl wir uns gar nicht kennen, und doch ist es von den Berührungen und dem Gefühl so, als ob wir uns schon ziemlich lang und gut kennen. Ich nahm diese Aussage zum Anlass um grinsend hinzuzufügen: „Wer weiß, vielleicht kennen wir uns ja auch schon aus einem früheren Leben.“ und er meinte nur zustimmend: „Ja, wer weiß…“ – ohne diesen Gedanken irgendwie schlecht zu reden oder ihn für Blödsinn zu erklären…

Was so stimmig begonnen hatte, ging nicht nur stimmig weiter, sondern endete auch genau so. Wenngleich er bei mir das Bedürfnis hervorgerufen hatte, mit ihm zu schlafen, so hatten wir doch „nur“ heavy Petting miteinander. Gegenseitiges orales Verwöhnen und dann,… der Orgasmus von ihm war einfach nur überwältigend und schön für mich mitzuerleben. Es war so ein tantrischer Moment, ein trantrischer Orgasmus, wo es ihn richtig durchbeutelte und er danach zum hyperventilieren begonnen hatte. Das hat mir total viel gegeben ihn so zu erleben, wirklich wunderschön!

Somit: auch heute galt: sie kam, sah und knutschte – wiedermal. 🙂 Oder verführte, oder beides. 🙂 Johann meinte, er genieße es sehr, wenn Frau die Führung übernimmt und sagt/zeigt was sie will und wie sie es will.

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Ich bin immer wieder erstaunt, welch unterschiedliche Ausprägungen es in Sachen Wohlfühlen und Körperkontakt geben kann. Bei Johann ist es so, dass sich da alles auf körperlicher, sexueller Ebene gut, stimmig, vertraut und harmonisch anfühlt. Aber emotional regt sich null bei mir (puncto verlieben – was ja eh gut ist).

Bei anderen ist es oftmals einfach nur: du bist neu, wirst beschnuppert, knutsch-getestet und wenn es passt macht man sich gegenseitig heiß, baut Druck ab und das war’s dann wieder.  Mit meinem „Wikinger“ ist es wahrhaftig so, wie eine Freundschaft Plus sein sollte: Man versteht sich freundschaftlich supergut miteinander, kann scherzen und sich über Ernstes unterhalten und weil man sich gern hat, wohlfühlt und schätzt, ist da genug Vertrauen da, dass es auch körperlich werden zu lassen. Ich begebe mich wortwörtlich vertrauensvoll in seine Hände.

 

Ein Gedanke zu “„Genau sowas hab‘ ich schon lange vermisst: Die Zärtlichkeit, das Kuscheln…“ ODER: Das perfekte erste Treffen zu zweit

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