Zuneigung verbunden mit emotionaler und körperlicher Nähe

Ist es eine Kuschelfreundschaft? Freundschaft Plus? Ist es eine (oftmals beziehungstechnische) Form von Sex? Zuneigung verbunden mit emotionaler und körperlicher Nähe kann meiner Ansicht nach viele Facetten haben.

Für mich würde diese Bezeichnung auf alle drei zutreffen. Mit manchen bin ich nie weiter als kuscheln gegangen, mit anderen hatte ich eine Freundschaft Plus und mit meinem Partner lebe ich die Zuneigung verbunden mit emotionaler und körperlicher Nähe in unserer offenen Beziehung.

Wenn ich jemanden im privaten Rahmen richtig gern oder lieb hab, dann suche ich – ganz automatisch – auch die körperliche Nähe zu ihm oder ihr. So war es schon immer, weil ich einfach ein touchy-Mensch bin. Ich will, ja ich muss sogar (sofern mir erlaubt) mein volljähriges Gegenüber berühren. Das ist für mich eine Form des Kennenlernes.

Bin ich so ein Typ weil ich eine eher introvertierte Persönlichkeit bin? Ich schätze ja.

Introvertierte vs. Extrovertierte

Die Intovertierten beziehen ihre Energie aus Innen heraus und benötigen viel mehr Acetycholin (gute Definition hier: https://www.primal-state.de/acetylcholin-erhoehen/) , da sie wesentlich mehr ein Gefühl der Stabilität und Sicherheit benötigen. Sie denken vorher nach, äußern Sachen durchdacht, können lange und gut fokussiert sein, sind besonnen aber dafür auch weniger risikobereit und nachtragender.

Viele glauben mir nicht, dass ich auf Grund meiner Offenheit, die ich in Sachen Zwischenmenschlichekit und Sexualität an den Tag lege, eigentlich doch der introvertierte Mensch bin. Doch in den vielen Jahren in denen ich mich nun kenne, hat sich an diesem Fakt nichts geändert. Ich bin introvertiert und fahre gut damit. Jeder ist so wie er ist, wichtig ist nur sich zu erkennen wie man tickt und dann sich mitteilt was man braucht um zu einem harmonsichen Miteinander beitragen zu können, sich wohlzufühlen und mit seinen mitgebrachten Talenten/gaben/Fähigkeiten zu arbeiten.

Dann gibt es noch den Konkreten und den Abstrakten, den Lockeren und den Organisierten, sowie den Denkenentscheider und Fühlentscheider.

„Der Konkrete sieht einen Baum (in all seinen Einzelheiten) und der Abstrakte sieht den Wald (das große Ganze).“

Mehr interessiert zum Thema Persönlichkeitstypen? Hier ein Test wie du tickst https://www.16personalities.com/de (ich bin bei diesem ein Mediator) und ein interessantes Video (Dank dem ich nun das mit der Acetylcholin erfahren habe) in dem die die Expertin im Video folgende Fragen beantwortet: Was machen meine Persönlichkeitsmerkmale aus? Was sind die vier psychologischen Dimensionen? Wie fühlt sich eine extrovertierte Person? Wie fühlt sich eine introvertierte Person? Was bin ich für ein Persönlichkeitstyp? Wie entscheide ich richtig?: https://www.youtube.com/watch?v=cjN9skOaMvw&t=528s

Doch nun wieder zurück zur eigentlichen Sache. Zuneigung verbunden mit emotionaler und körperlicher Nähe ist eine tolle Sache – wenn sie respektvoll und im gegenseitigen Einverständnis vonstatten geht. Was mir aber ebenso wichtig ist, dass mein Gegenüber nicht in einer monogamen Beziehung ist. Also ich kuschle nur mit Leuten, die entweder von ihrem Partner/ihrer Partnerin das OK haben, oder single sind.

Die Wichtigkeit des Bauchgefühls

Die einen nennen es „einen Schutzengel gehabt haben“ die anderen bezeichnen es als „Intuition“ oder eben auch „Bauchgefühl“. Das Bauchgefühl ist subjektiv und kann nicht erzwungen oder überredet werden.

Wenn alles stimmt, außer das Bauchgefühl

Kennt ihr das? Alles scheint gerade zu passen und trotzdem macht das Bauchgefühl aus irgendeinem Grund nicht mit. Man weiß nicht wieso, man kann es sich erklären, man weiß nur, dass es so ist. Da spielt einem dann der eigene Kopf oft nicht mit, will den Körper dazu überreden aufzumachen – und doch streikt er. Es ist wie es ist also hast du nun die Wahl: Bauch oder Kopf? Ich hab mich meistens auf mein Bauchgefühl verlassen und bin damit auch gut gefahren.

Als ich dann doch mal nicht auf mein krampfiges Bauchgefühl gehört hatte, hab ich es bereut. Aber zum Glück war mir in dieser Situation nichts Schlimmeres passiert – damals war dann „nur“ meine Würde angekratzt – dafür aber massivst. Immerhin hab ich dann daraus gelernt, und hab beschlossen, sowas NIE WIEDER zu machen und seither One Night Stands in dieser Art abgeschworen.

Wer es konkreter wissen will: Folgendes Szenario (- ja, auch Mina ist mal der Griff ins Klo nicht erspart geblieben): Ich war mal in meinen jungen 20ern bei einem Typen spontan auf „Heimbesuch“. Ich war geil, er war geil und wir hatten uns über eine Erotikplattform für einen erotischen DVD-Abend verabredet. Tja, also brachte ich 5 DVDs, er wählte eine aus (ein Spielfilm), legte die DVD ein und ehe ich mich versah, lagen wir nebeneinander auf der Couch und er begann keuchend und stöhnend mich zu begrapschen.

Ich bat ihm mehr Zeit zu geben, da ich mich überfordert fühle. Er versuchte sich zu zügeln aber es dauerte keine 10 Minuten, da fingen seine Finger schon wieder zu wandern an und es machte ihn geiler als mich. Schließlich ließ ich mich dann zu einer Knutscherei hinreißen und irgendwie wurde ich dann davon dann doch feucht genug, dass wir ins Schlafzimmer wechselten. Wir hatten dort Sex und als er gekommen war, ließ er mich wortlos im Schlafzimmer zurück und ich wusste nicht was geschah.

Holt er sich was zu trinken? Geht er duschen? Ich beschloss mich anzuziehen und nach ihm zu sehen. Er war draußen im Wohnzimmer, nahm die DVD aus dem Player, tat sie in die Hülle und warf sie lieblos auf die Couch gemäß dem Motto: „Da pack sie wieder ein und verschwind‘.“ Ich war so fassungslos, dass ich sie energisch einpackte und abrauschte. Ich war empört, fassungslos, verstört und wie gesagt in meiner Würde massivst angeknackst.

Mein Bauchgefühl ist nie ein Arschloch – ein Hoch auf die Intuition

Bei den meisten Treffen meldet sich mein Bauchgefühl schon nach wenigen Minuten und ich spüre, ob es mich zu dieser Person hinzieht, oder ob ich mit ihm nicht warm werde. Wenn die Konversation dann auch noch flüssig und respektvoll abläuft und ich ihn riechen kann, ist eine gute Basis für ein „Ich möchte ihn gerne wiedersehen“-Gefühl geschaffen. Meine Intuition fackelt selten lange sondern sendete diverse Signale an meine Genitalien und fallweise auch an mein Herz.

Ich kann nicht mehr genau sagen, wie das damals zu Stande gekommen war, aber ich hatte einmal eine Begegnung, da sprach mich ein Typ in meinem Alter (damals Anfang 20 etwa) an und wir unterhielten uns am Bahnsteig, während wir beide auf den Zug warteten. Es zog mich körperlich zu ihm, sodass ich keine Scheu hatte, seine angedeuteten Berührungswünsche an mich zu erwidern und ihn letztendlich auch zu küssen. Es war, als müsse ich einfach dieser Intuition Folge leisten. Das war ein wirklich schönes Erlebnis mit einem Fremden, das man sonst eigentlich nur aus dem Swingerclub oder frivolen Veranstaltungen kennt.

Bauchgefühl oh Bauchgefühl…

Einmal hatte ich ein Kennenlerntreffen mit einem, wo es auch „nicht gefunkt“ hat. Ich erklärte ihm nach einer Halben stunde spazierengehen, dass es für mich einfach nicht gepasst hat Er wollte wissen warum. Ich darauf: „Bauchgefühl“. Er wurde grantig und echauffierte sich: „Wie kannst du sowas nur an sowas nicht-messbarem festmachen?“ Dann drehte er sich um und ging – einfach so..

Ich wünschte, es würden sich mehr (junge) Männer mit ihrer Intuition auseinandersetzen und beginnen gespüriger zu werden, denn das ist so wichtig – nicht nur beim Dating, sondern auch im Leben. Das Bauchgefühl, in sich hineinhören, in sich hineinFÜHLEN, macht so viel aus! (Und erspart einem auch sicher einiges. Wir kennen ja alle die Aussage: „Hätt ich doch nur auf mein Gefühl/meinen ersten Impuls gehört.“)

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Die Sehnsucht nach diesem Kribbeln und Prickeln – Dating im Jahre 2021

Lange genug waren wir inzwischen schon alle in Österreich Schwebezuständen bezüglich Lockdown, Lockdown Light und temporärem Masken-Ablegen im Sommer letzten Jahres (zumindest was Outdoor anging). Wir sehnen uns alle wieder nach einem „Normal“, das aber leider immer noch nicht zum Greifen nah ist. Dennoch macht man das Beste aus der Situation…

Die Tage werden nun wieder länger, die Sonnenstunden mehr, es wird wieder wärmer und uns zieht es wieder vermehrt nach draußen. So auch mich. Morgen treffe ich mich zum Spazierengehen mit einem jungen 1992er Mann, der auch zu einem gewissen Grad „Weltenflucht“ betreiben möchte. Ihn kenne ich schon seit 2019. 2020 hatte er sich dazu entschlossen, es mit seiner Ex – seines Sohnes wegen – noch einmal mit ihr zu versuchen und ist zu ihr und den beiden Kindern (Mädchen aus der ersten Beziehung) gezogen. Er litt vergangenes Jahr wie Sau unter ihrem Kontrollwahn und ihrer Eifersucht bezüglich weiblicher Kontakte im Außen. Sie machte ihm die Hölle heiß, doch er ist einer von der Sorte: Wenn er sich für eine Sache entscheidet, dann zieht er das auch gescheit durch – bis er nimma kann.

Und Mitte März erreichte mich nun überraschend ein Sms von ihm, dass er auszieht, weil er es nicht mehr aushält. Von kratzen, beißen und psychischer Folter ihrerseits sei die Rede gewesen. Er sei zu seinem besten Freund geflüchtet und habe ab April die Möglichkeit in Wien etwas Kostengünstiges zu renovieren und da dann zu wohnen. Man darf gespannt sein.

Jedenfalls… die Corona-Zeit hat uns alle ganz schön im Griff und viele von uns auch verändert. Heutzutage gehe ich zu keinem Treffen mit einem Freund oder einer Freundin ohne eine „Momentaufnahme“ – eine Testung in Form eines Schnelltests oder eines professionell-durchgeführten PCR-Tests. Ich biete auch an einen Schnelltest mitzubringen, falls Bedarf besteht – nur um sicher zu gehen. Ich gehöre zu den vorsichtigen, verantwortungsbewussten Menschen.

Ist das nun die neue Form des „Datings“? Dass ohne Testung nichts mehr geht? Ich frage mich, wie das später die Läufhäuser und Sexworkerinnen handhaben werden…

Mir dem Frühling kommt auch wieder die wachsende Lust auf fremde Haut, dieses gewisse Prickeln wieder zu erleben und outdoor Zweisamkeit zu genießen. Lust auf Unbeschwertheit, Leichtigkeit, inmitten einer „angespannten“ Zeit, in der wir alles schon „Corona-müde“ sind, und wir uns nur langsam in Richtung Verbesserung bewegen. Mal schauen, was dieser Frühling so für mich bereithält…

Sommervorschau 2021: Erotikhotel in Lech am Arlberg (Österreich, Vorarlberg)

Damit wollen die Betreiber, die Hoteliers Melanie und Wilfried Schneider so richtig durchstarten. Nicht nur für erwachsene Paare, sondern offen für alle Erwachsenen die die Lust an der Sexualität (wieder neu?) entdecken möchten. Das Jagdhaus Monzabon geht damit neue Wege und will so für eine knisternde Sommersaison sorgen. Das das Vorhaben der beiden bietet allerdings jetzt schon einigen Gesprächsstoff im Nobel-Skiort. 

https://tvthek.orf.at/profile/AKTUELL-nach-fuenf/13887571/AKTUELL-nach-fuenf/14085688/Erotikhotel-in-Lech/14883678

https://vorarlberg.orf.at/stories/3095439/

„Man kann endlich wieder mit ihm Sex haben!“ ODER: Neues aus dem Freundeskreis

Wie es nun mal im Leben so läuft: Sie verlieben sich und entlieben sich wieder. Auch in meinem Freundeskreis gibt es immer wieder diese Vorkommnisse – ich mein, wer kennt das nicht? Naja und von zwei solchen Fällen möchte ich berichten:

Zum einen ist da Marius: Er ist mit seiner Freundin ein bisschen über ein Jahr zusammengewesen und durch Theresa, einer Freundin von mir, musste ich erfahren, dass er wieder single ist. Ich mein, mir ist ja bewusst, dass es einige Typen gibt, die nicht gerade von der redseligen Sorte sind, aber ich finde, als (plationische) Freundin, die ihn schon seit mehreren Jahren in ihren Freundeskreis integriert hat, hätt ich es auch gern erfahren – undzwar von ihm selbst – und nicht von Theresa mit den euphorischen Worten: „Übrigens: Der Marius ist jetzt wieder single! Man kann endlich wieder Sex mit ihm haben!“ 😀

Ich wusste nicht ob ich lachen oder weinen sollte und entschied mich dann für’s weinen. Während sie begeistert weiterplapperte, bekam ich nichts mehr mit, mein Hirn schaltete auf Durchzug und mir schoss es die Tränen in die Augen. Ich war sehr enttäuscht drüber, dass er mich gar nicht auf dem Laufenden gehalten hatte – nicht weil ich auch mit ihm wieder schlafen hätte wollen, nein, sondern eben wegen besagter Freundschaft und dem dazugehörigen Update. Es hatte mich halt einfach getroffen…

Unter Generalverdacht

Zum anderen ist ja Joachim: Joachim kenne ich seit 2019 und hab ihn gleich ins Herz geschlossen. Mit ihm lief zwei Mal eine Knutschaktion und einmal ein Heavy Petting. Und dann hatte er sich entschlossen, es mit seiner Ex-Freundin und der Mutter seines Sohnes es nochmal zu versuchen und zog mit ihr zusammen. So weit so gut. Blöd nur, dass sie zu der eifersüchtigen Sorte gehört.

Er hatte ihr ganz ehrlich bei der Beziehungswiederaufnahme gesagt, dass es da mich gegeben hatte und da mit mir „etwas gelaufen“ sei. Und seither ist sie permanent eifersüchtig auf mich, weil sie sich nicht vorstellen kann, dass Mann und Frau einfach nur so miteinander befreundet sein können – auch wenn da mal was gelaufen ist. Ich werde unter Generalverdacht gestellt, ohne dass sie mich kennt, ohne dass sie ihrem Freund ausreichend vertraut und seine Ehrlichkeit schätzt.

Neulich erhielt ich folgendes SMS von ihm: „Ich habe versucht, bei uns das Thema anzusprechen und das war keine gute Idee. Es ist recht heftig eskaliert, sie versteht nicht wieso und warum man dich nochmal sehen wollen würde. Sie hat nicht verstanden, dass du eine besondere Person bist und es nicht um körperliche Zuwendung geht. Sie weiß halt was so gelaufen ist und wäre und das kann sie nicht trennen. Auf Heimlichkeiten habe ich keine Lust. Ich lüge sie nicht an, das wäre ja theoretisch, wenn ich sage würde, dass ich mich mit einem Freund tregge und man dann auf einen Kaffee geht. In unserer Beziehung ist es eh schwierig… Dachte man kann mit ihr darüber sprechen, aber da ist leider kein Entgegenkommen oder Verständnis von ihrer Seite vorhanden.“

Ich hab ihm dann geantwortet, dass ich weiter da sein werde – aus der Ferne, aber ich bin da. Wenn sie damit nicht klar kommt, dann ist das ihre Sache, ihre Lernaufgabe. Schade nur, dass er so drunter leiden muss, weil er zwischen den Fronten steht. Aber ich verstehe ihn und seine Handlungsweise – es ist nun mal seine Familie und die hat Vorrang. Dennoch bin ich gespannt, wie lang das tatsächlich gut geht zwischen den beiden. Nicht weil ich garstig, argwöhnisch wäre, sondern weil ich ja merke, wie sehr er unter den ganzen Spannungen (auch ohne mich da mit rein zu nehmen) in der Beziehung leidet.

Beziehung sollte niemals ein leidensvoller Weg sein sondern eine Bestärkung und Bereicherung. Aber wie gesagt, es ist sein Weg und seine Entscheidung und ich kann halt daweil nur aus der Ferne für ihn da sein.

Ich kann, ich will und ich werde

Die, die mich kennen und/oder meinen Blog schon über die Jahre verfolgen wissen, dass ich warten kann. Ich hab genügend Geduld und Ausdauer auf Leute und Gelegenheiten zu warten, die mir wichtig sind, wo ich diese innere Gewissheit habe, dass sich das Warten lohnt. Nicht, weil ich wieder mit diesen Personen intim werden möchte – so wie Theresa z.B. – sondern, weil ich sie gerne um mich haben will und sie bewusst in meinem Leben haben möchte. Weil ich sie als Menschen schätze. Klar ist das ein Bonus, dass man wieder mit ihnen knutschen könnte, wenn sie single sind, aber eben „nur“ ein Bonus und nicht meine Fokussierung da drauf.

Dickpicks und die Ästhetik von Penissen

ODER: ICH FAND SEINEN PENIS EKELIG

So, das kommt jetzt wohl davon: Wenn man als Frau zu viel mit Dickpicks konfrontiert wird, kann es dem Mann passieren, dass es ihm so ergeht, wie es bei mir war: Ich fand seinen Penis (in real) ekelig. Gut, zugegeben, mir ekelte es auch schon vorab immer wieder vor gewissen Penis-Exemplaren, noch bevor die Dickpics aufkamen, doch ganz ehrlich Leute: Die Dickpicks haben es meist NICHT BESSER gemacht.

Schön und gut wenn einer zu seinem Teil steht und meint, damit bei einer Frau punkten zu müssen. Aber MANN geht ja (im Normalfall) auch nicht in eine Bar und knallt erstmal seinen Penis am Tresen (Siehe: https://www.youtube.com/watch?v=r6nvBoxFnxo). Und ja, es gibt tatsächlich auch Frauen, die sich das vor einem „Casual-Date“ schicken lassen, aber ich gehöre da gewiss nicht dazu. Nicht, weil ich auf Überraschungen stehe – gemäß in der Szene von Wie werde ich ihn los in 10 Tagen (Die ersten 30 Sekunden: https://www.youtube.com/watch?v=Mg7RrLU3Uq8 ) „Little? Big? Little? Big? I don’t know, we will find out!!“ 😀 sondern weil es erstmal braucht, bis ich mich für seine Ausstattung „da unten“ interessiere. Zuerst werden Sympathie, Chemie und Knutschfaktor abgecheckt, erst dann folgt die Möglichkeit auf Base 2.

Ich finde, die Dickpicks haben mich als Frau noch mehr abgestumpft was Penisse angeht. Ich klicke mich nicht durch irgendwelche Penisgalerien durch und wähle den Schönsten aus, bevor ich mich für den Rest, den Schwanzträger, interessiere. Bei mir ist es umgekehrt – kann an meiner Sapiosexualität liegen – oder auch nicht. Aber wenngleich ich nicht bewusst solche Bilder anschaue, kommen sie einem z.B. auf Erotikforum.at immer ungewollt entgegen. Sei es in privaten Nachrichte, in den Avatar-Bildern oder in den Galerien. Meiner Ansicht nach sollten die Galerie-Bilder grundsätzlich in Kategorien unterteilt sein: Penis, Body, Füße, Hände, Rückansicht oder wie auch immer, Hauptsache, man wird nicht mit den Penissen zwangsbeglückt. Inzwischen schau ich schon meist gar nicht mehr in die Galerien der Herren hinein, weil einem da ohnehin zu 90% ein Penis entgegenlacht – und das, noch bevor ich überhaupt sein Gesicht gesehen habe.

Banane, Frühstück, Bunte, Kondom

Wenn Männer meinen, Frauen nach ihrem Aussehen bewerten zu müssen – und das bezieht sich auch auf ihre Geschlechtsteile – dann kann das ja wohl umgekehrt auch so sein. Und deshalb gibt es einige Penisvarianten, die für mich unansehnlich sind und ich mich deshalb sträube bzw. komplett weigere, in den Mund zu nehmen – weil das Auge isst schließlich mit. Da ist es nur fair, wenn dann der Mann sich auch weigert, mich zu lecken, da kann ich das verstehen. Einer meinte mal, ich hätte eine „zu fleischige“ Muschi für ihn und auch ich als Bi-Frau finde nicht alles Muschis schon und ansehnlich. Es ist irgendwo wirklich eine Sache der Ästhetik, weshalb es mich nicht wundert, wenn das Geschäft mit der Schamlippenverkleinerung so floriert…

Wann finde ich einen Penis unansehnlich (für mich – für meinen Geschmack)?

*) wenn er zu klein ist

*) wenn er zu dünn ist – und dabei spreche ich von einem wirklich dünnen „Karotterl“.

*) wenn er einen Blutpenis hat und ich diesen im nicht-erigierten Zustand zu Gesicht bekomme

*) wenn die Vorhaut im nicht-erigierten Zustand zu sehr drüberhängt

*) bei Vorhautverengung (Phimose) – und es ihm nur weh tut, wenn ich an seinem Teil spiele

*) wenn er Hornzipfel hat

*) wenn die Eichel größer ist als das untere „Stangerl“

*) wenn er ungewaschen und ungepflegt ist (Stichwort „Eichelkas“)

Rund um den Penis: https://www.minimed.at/medizinische-themen/maennergesundheit/penis-fakten/

🌈 Irgendwie anders 🌈

ODER: Die Jägerin ist wohl in die Jahre gekommen…

Eigentlich hatte ich mir Anfang des Jahres vorgenommen, von einer gewissen Erotikplattform eine einjährige Auszeit zu nehmen und auch die äußeren Umstände – genannt „Zeichen“ – haben da für sich gesprochen damals (ich berichtete unter: https://neuesvonderjaegerin.wordpress.com/2020/03/07/sexualitaet-dating-und-status-quo/). Tja.. eigentlich… „und dann kam Corona“.

Im 1. Lockdown im Frühjahr (bei uns in Österreich) hielt ich es nicht mehr aus, sodass ich nach drei Monaten Abstinenz im April schließlich dort online gegangen bin. Manches war sicher ganz interessant – zwecks Austausch und „Zeitvertreib“ aber vieles war auch einfach Zeitverschwendung. Wenn man bedenkt, wie viel Zeit es dort in Anspruch genommen hat, (fast) alle Mails zu beantworten und mich dem Pflegen meiner sozialen Kontakte dort gekostet hat, so kommt man nicht umher zu fragen, warum ich die zeitlichen Ressourcen nicht anderweitig investiert hab.

Äußere Anerkennung

Wie für viele andere ebenso, strebte auch meine Onlinepräsenz auf der Erotikplattform und – zugegebenermaßen – auch mein Blog hier nach äußerlicher Anerkennung. Das war meine Form von seelischem Balsam, um noch die Reste meiner seelischen „Wunden (bzw. fallweise sogar inzwischen Narben) zu lecken“ wenn ich Komplimente bekam, wie toll ich schreibe, wie ausführlich mein Profil im EF ist oder wie sehr ich doch weiß was ich will…

Und dennoch kam es dann so, dass mir das „Jagen“ in diesem Jahr irgendwie nicht mehr so recht mehr Spaß machte… Keine Ahnung woran das lag… Entweder ich hab mich „sattgegessen“, meinen Fokus verlagert oder ich bin schlichtweg älter und damit wieder ein Stück weit „reifer“ geworden, sodass ich das einfach nicht mehr notwendig hab.

Ich vermag es nicht, es logisch zu begründen. Fakt ist nur, dass es so gekommen ist und nun steh ich da und muss damit umgehen lernen. Dem Gefühl geht es ja ganz gut damit, aber mein Kopf hat „Nachziehbedarf“, denn der will fallweise nicht einsehen, dass sich da nach all den Jahren etwas geändert hat und rebelliert da noch ein Wenig. Die, die sich das nicht eingestehen können, die verfallen an diesem Punkt ihrer Entwicklung wohl in eine Quaterlife- oder Midlife-crisis. Ich hab das nicht vor, denn ich bin mir dessen bewusst, was da diesbezüglich in mir abgeht – und ich teile es, wie man sieht, mit euch Lesewilligen.

Mein Blog – mein Leben – meine Welt

Mein Blog ist ein Stück weit mein seelisches Zuhause. Hier kann ich – im schützenden Mantel der „vermeintlichen“ Anonymität – all das mitteilen, was mich beschäftigt und zeitlich – wie ein Tagebuch – dokumentieren. Das Jahr 2020 war für uns alle ein herausforderndes Jahr – bei jedem auf seine Weise. Daher – und das kann ich nicht oft genug schreiben: Es ist wie es ist, aber es wird was du draus machst. Ich liebe diesen Spruch, weil der so wahr ist!

Von innen nach außen

Es geht schlussendlich darum, dass wir selbst seelisch satt werden und wir uns mit dem füllen, was uns gut tut – und das andere loszulassen. Vieles wurde oftmals über die äußere Anerkennung gesucht, gelebt, kompensiert. Doch nun ist es Zeit, sich dem Inneren zuzuwenden. Von innen nach außen (- anstatt länger von außen nach innen). Ich möchte wie ein Leuchtturm sein – von innen nach außen stahlen. Ich weiß ich kann es – jeden Tag ein bisschen mehr.

Also fange ich nun an, – beginnend mit 2021 – in mich selbst zu investieren – nicht mehr den Fokus/den Schwerpunkt darauf zu legen, mich unentgeltlich um andere (in Sachen erste Erfahrungen mit einer Frau sammeln) zu kümmern. Denn das geht nur qualitiativ hochwertig, wenn es einem gut geht und wenn es einem auch Spaß macht. Aber selbst meine letzte körperliche Erfahrung mit einem 1996er Jahrgang, machte mich einfach keinen richtigen Spaß mehr. Und das lag gewiss nicht an der Person, sondern an meinem derzeitigen Empfinden/Wandel.

Es gilt daher: Im Fluss des Lebens schwimmen… einfach fließen lassen… vertrauen… dass alles so kommt wie es kommen soll, unwissend, wohin die Reise geht.

Gegensätze ziehen sich an – manchmal auch aus

Das Spiel mit dem Feuer… es kann aufregend, faszinierend und spannend sein aber es gilt, sich dabei nicht zu verbrennen. In meinem Fall sind die Feuerzeichen Löwe und Widder meine potentiellen Gegensätze zu mir als Skorpion (Wasserzeichen). Und unlängst habe ich seit langem mal wieder zwei hitzige Diskussionen auf Skype mit einem Widder-Geborenen geführt. Anlässlich des derzeitigen Lockdowns in Österreich sind ja private Treffen untersagt, weshalb erstmal ein Online-Kennenlernen auf der Tagesordnung stand.

Einer der Sätze, die er mir in den ersten 10 Minuten bei diesem Gespräch an dem Kopf warf, war: „Bei dir verwelkt meine Dominanz“. Er dominant und ich auch mit dominanten Zügen, die sich nix sagen lassen will. Zwei Sturschädeln prallen da aufeinander. Ich fand das ganz amüsant, dass er diese Aussage getätigt hatte und es erinnerte mich an das eine Mal im Swingerclub, als es zum Partnertausch gekommen war:

Mein damaliger Freund hatte sich mit der Partnerin des Typen in ein eigenes Zimmer zurückgezogen und ich hatte ein eigenes Separee mit dem fremden Typen. Wir knutschten wild und leidenschaftlich herum und schwupps – auf einmal hatte ich – nur noch mit meinem Höschen bekleidet – auf ihm oben gesessen, hab ihn geknutscht und ihn dabei – sanft aber bestimmt – am Hals gepackt. Er hatte es eine Zeit lang zugelassen aber auf einmal merkte ich, dass sich sein Steifer verabschiedet hatte. Er blockte schließlich ab und meinte, dass es nicht für ihn passen würde. Ich erfuhr dann bei einem Getränk im Barbereich, während wir auf unsere Partner gewartet hatten, dass es ihn abgeturnt hatte. Er sei normalerweise auf der dominanten Schiene und das so nun umgekehrt erfahren zu haben, habe ihm nur gezeigt, dass das definitiv nichts für ihn sei. Tja… aus Erfahrung wird man schlauer…

Na jedenfalls zurück zu Mr. Widder (Jahrgang 1994). Er und ich fanden einander faszinierend… der Reiz des Neuen, Unbekannten und den der Andersartigkeit. So eine wie mich habe er noch nie kennen gelernt… „Ich find dich so interessant, du bist so outstanding… Du bist so das Einhorn unter den Nashörnern.“ schwärmte und witzelte er. Alles in allem war es ein Ausprobieren, ob und wie, wo welches Puzzleteil hinpassen könnte oder ob wir beide – auf lange Sicht gesehen – an zwei unterschiedlichen Motiven herumpuzzeln.

Einerseits klang es, als könnten wir beide – im Bett und auch so allgemein – viel Spaß miteinander haben. Andererseits stellte er zwischendurch und beiläufig meine Loyalität in Frage – womit ich halt so gar nicht konnte. Er zweifelte (meine) Loyalität an und meinte, die besagte „Loyalität“ (dem Freund gegenüber) sei nur so lange dienlich, bist „etwas Besseres um die Ecke kommt“. Das ist seine Meinung aber meine definitiv nicht. Ich nehme diese Loyalität von der ich einst im Radio sprach ( https://vocaroo.com/6uEUs9fD54q ab Min. 7 „Martina“) SEHR ernst. Das bringt das Wort LOYALITÄT für mich einfach mit sich. Und diese Loyalität die ging oftmals schon so weit, dass ich mich in ihr fast verlor und mich selbst fast aufgegeben habe, nur um IHM („meinem Herr und Meister“ – alias Beziehungspartner) loyal zu sein. Ein Typ, der gerade neu und für zwei Skype-Telefonate in mein Leben getreten ist, vermag das einfach nicht beurteilen.

Jedenfalls… baute sich da nach und nach nicht nur enormer Druck, sondern auch enorme Spannung innerhalb der Telefonate auf. Einerseits diese Spannung von wegen wie lange geht das gut mit uns, andererseits auch irgendwie dieser Druck von wegen wissen wollen, wie der andere persönlich ist – mit Mimik, Gestik, Geruch und vor-Ort-Sympathie. Hinzu kam, dass wir dann seit über einer Woche dann keine Gelegenheit fanden um zu Skypen. Wenngleich der Wortaustausch sehr intensiv war, so kippte ich nun intensiv ins Gegenteil: Ich will nicht mehr warten. Ich seh‘ nicht ein auf ihn zu warten, bis er mal wieder Zeit hat. Es geht mir um das WARTEN. Also hab ich ihm im Skype blockiert, dass ich nicht dauernd visuell mit ihm konfrontiert werde, ob dann vielleicht nicht doch eine neue Nachricht von ihm gekommen ist oder eben nicht. Mag für viele radikal klingen, doch für mich ist es eine Form von Selbstschutz: Dass ich erst gar nicht in Gefahr komme, ihn zu nah an mich ranzulassen – weil es in der kurzen Zeit schon verbal sehr intensiv war (auch ohne Cybersex). In Sachen Loyalität hat er sich mit der Falschen angelegt… JEDER – absolut JEDER Mann der es wagt, meine Beziehung, meine Loyalität in Frage zu stellen, wird auf lang oder kurz den Kürzeren ziehen.

Mag gut sein, dass ihr euch jetzt bei dieser Überschrift was anderes vorgestellt habt, aber dennoch musste das gerade raus – so schaut es nun mal aktuell bei mir aus.

Mein Fetischpartner und sein Geruch

Die Verbindungen zwischen zwei Menschen sind schon eine Sache für sich:

Es gibt da jemanden, der erweist sich mir auf sexueller Ebene als idealer Spielpartner. Er er sieht gut aus, er bringt die (für mich) idealen, körperlichen Voraussetzungen mit, er turnt mich ziemlich heftig an und es macht mir total Spaß mit ihm zu spielen. Alles scheint zu passen.

Auf seelisch-energetischer Ebene, scheinen wir auch irgendwie miteinander verbunden zu sein. Und für uns beide ist klar: Es geht fallweise emotional tief und ist damit eine ideale Voraussetzung für eine richtige Freundschaft-Plus, aber dennoch kein „Beziehungsmaterial“ – und das ist auch gut so, denn ich hab ja einen Freund.

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