Die Zockerparty und andere Ablenkungen von der Weihnachtsfeier

Ich bin ein sehr emotionaler Mensch – im Guten wie im Schlechten, in den Höhen, wie in den Tiefen. Und wenn ich – so wie bei dem auf der Weihnachtsfeier – Feuer gefangen habe, bedarf es an ordentlichen Ablenkungen, um aus meiner Euphorie und Sehnsucht, die ich für ihn empfinde, rausgeholt zu werden, beziehungsweise muss die Energie/Euphorie umgeleitet werden. Und wie geht das am Besten? Indem man sich ablenkt.

Also beschloss ich was Neues auszuprobieren und suchte nach einer neuen Datingplattform. Diesmal wollte ich es mit etwas „Oberflächlichem“ probieren, indem ich auch so eine JA-NEIN-Gesichtsbilder-Matching-Seite testete, was das kann. Aber es musste was Unkompliziertes sein, was man auch über Laptop problemlos nutzen kann, da ich nach wie vor kein Smartphone habe (und auch keines will).

Wenngleich Tinder DIE Top Matching-App schlechthin ist, so gibt es die nur mit einem Hilfsprogramm, einem sogenannten Emulator für den PC. Das war mir dann zu umständlich und ich sah mich weiter um. Da wurde ich dann bei Lovoo fündig. Gehört hatte ich schon mal davon, also war sie nicht so unbekannt, was die Chancen auf eine große, interessante Auswahl durchaus erhöhen hönnte.

Also meldete ich mich dort an und verifizierte auch gleich mein Profil, da schon eines meiner Matches (ein 19 Jähriger) sich sehr enttäuscht äußerte, dass ich keine Echtheitsbestätigung habe, denn es gäbe auch viele Fakes hier. Da erklärte ich ihm, dass ich neu bin, und meinen Bestätigungsantrag eh schon eingereicht habe und es dauerte nichtmal 24h da war ich auch schon bestätigt.

Mit den Matchen ging es ganz schnell. Es fanden sich innerhalb 3 Tage etwa 30 Matches (geschätzt), wovon ich mit den meisten dann chattete um so Spreu von Weizen zu trennen. Zwei davon hatten sich als besonders „brauchbar“ herauskristallisiert indem sie ganze, lange Sätze mit Satzzeichen schrieben und wir auch humormäßig und von der Einstellung allgemein auf der selben Wellenlänge zu liegen schienen.

Und so kam es dann, dass ich auch schon gleich nach der Arbeit mein erstes Kennenlertreffen bei einem Mittagessen und einem anschließenden winterlichen Spaziergang im Wasserpark von Wien Floridsdorf hatte. Er, 24, wuschelige braune Haare, Vollbart, 175, Zockertyp, der locker flockig-frei Schnauze war und mal angenehm anders zu den schüchternen Jungs, die ich sonst so date.

Bei ihm konnte ich voll ich selbst sein und er hörte mir aufmerksam zu, fragte mich immer wieder interessiert Sachen aus meinem Leben, ohne dabei irgendwie „aushorchend“, manipulativ oder sonst wie eigennützig rüberzukommen. Wirklich ehrliches Interesse an meinem Wesen und meinen Eigenheiten. Und weil der Umgang so schön offen war, konnte ich mich gut entspannen und war in bester Stimmung, um auch Körperkontakt zuzulassen – in Form von einer Umarmung die dann im Park noch zu einer intensiveren ausgebaut wurde.

So gern ich ihn auch geküsst hätte – die Mischung aus ZU LANGEM Oberlippenbart, Alkoholgeruch und Zigaretten-rauchen war dann doch zu viel für mich – was ich dann äußerte und dafür hatte er auch Verständnis. Aber wir wollen uns auf jeden Fall bald wiedersehen um den Kontakt auszubauen. (-:

***

Und dann gab es noch die Zockerparty, auf die mich eine liebe Freundin (23) am 21.12. mitgenommen hatte. Sie hatte nämlich einen neuen Kontakt (22) über Tinder kennengelernt und der hatte sie dann zu seiner Zockerparty (mit 24h Livestream) eingeladen hatte – und weil er (Alessandro) (als NERD ❤ ) so wenige Mädels kennt, bot er ihr an, dass sie gern noch wen mitnehmen könne – und an wen dachte sie da als erstes? AN MICH! Moi! ❤ Ich hab mich uuuuur darüber gefreut! Meine erste Zockerparty! Da konnte ich keinesfalls nein sagen!

Dort waren 9 Leute, 7 Burschen und 2 Mädels im Alter zwischen 18 und 25. Und ich freute mich SEHR, als ich von denen dort zwischen 22 und 24 eingeschätzt wurde! Hammer! 😀 Es scheint, als hält mich der Kontakt mit jungen Leuten scheinbar weiterhin jung. ❤

Dort gab es in einem Raum zwei PCs auf denen gezockt wurde. Aber mir ging es ja nicht um’s Spielen, sondern um die Gesellschaft, um neue (junge) Leute kennenzulernen. Ich hatte insgesamt drei „Objekte der Begierde“, den Gastgeber Alessandro (22), Alvin (20) und einen Sergio (25). Aber Alvin entpuppte sich dann als potentiell schwul, obwohl er meinte, er sei hetero und „bi-curious“ aber sein Gehabe, sein Musikgeschmack (Frank Sinatra und andere Sänger dieser Zeit) und sein desinteressiertes Verhalten an mir als Frau zeigte etwas anderes.
Alessandro hatte nur Augen für’s Zocken und für meine Freundin und Sergio, da war es zwar eine nette Unterhaltung, aber da hat nix geknistert, da wurde dann nicht mehr draus. Macht aber nichts, ich hatte auch so einen schönen, gemütlichen Abend, bei dem ich mich sehr wohl fühlte. (-:

Letztendlich durfte ich dann noch (mit Nachfrage, ob es meiner Freundin eh recht ist) die Nummer von Alessandro haben und ja, mal schauen, was da draus wird, denn ich kann schon verstehen, dass der Fokus an dem Abend auf was anderem als flirten mit einer Unbekannten war.

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