Der Skorpionkollege ODER: Vom Suchen an der falschen Stelle

Seit 14.11. ist Jacques aktiv in meinem Leben. Ich hatte schon im Oktober den Dang zu suchen, doch wusste ich nicht nach wem genau. Ende Oktober schrieb ich einen 26 Jährigen Skorpionkollegen auf einer österreichischen Match-Plattform an. Nicht nur sein Foto war einladend (freundliche, herzliche Augen mit Lachfältchen), sondern auch sein locker-flockiger Profiltext:

Du magst Filme/Serien/Games?  Dann bist du richtig in meiner Welt!
Ich mag es, mit ihnen mich eine Weile vom Alltag auszuklinken. 
Achtung: Bin ’n bisschen verrückt mit einem Hauch von durchgeknallt 🙃 aber sonst durchaus umgänglich. ^^ Solltest du auch ein bisschen verquer aber herzensgut sein, so lade ich dich ein, mal mit mir ’ne heiße Schokolade zu trinken. 🤩 Kakao 4 life ❤️

 

Ich: Hallo Skorpionkollege! Ich freu mich, dass wir ein Match haben. 🙂
Allerdings hab ich gesehen du bist Raucher… Bezieht sich die „Prise Verrücktheit“ auf das grüne Zeugs? Wie viel rauchst du denn? Lg Mina (PS: Ich liebe Kakao! Kennst du Koawach?)

Wie er mir nachher erzählt hatte, hat ihm meine Art ihn anzuschreiben – mit „Skorpionkollege“ – sehr zugesagt. 🙂 Innerhalb der nächsten Konversationen die sich über Tage verteilten, da ich nicht regelmäßig online bin, vertraute ich ihm meine Nummer an, dass wir uns mal was ausmachen. Und wie es das Schicksal so wollte, hatte ich einige Leute (gefühlt 27) angeschrieben, ob sie mit mir eine gratis Ausstellung in Wien (https://wien.arbeiterkammer.at/service/veranstaltungen/Out_of_Control.html , geht bis 3.7.2020) besuchen möchten. Doch niemand hatte sich gemeldet. Deshalb fragte ich Jacques und er hatte prompt zugesagt.

Wir trafen uns vorab bei einer Bahnstation in Wien, in einem Café und gingen von dort dann weiter. Bei der Begrüßung umarmte er mich herzlich und diese Umarmung hatte total gut getan, da sie nicht so ein Tätschel-Tätschel Ding war, sondern eine richtige, gscheite. Die Sympathie war also in weiterer Folge schnell da, sodass ich dann auf dem Weg zur Ausstellung nicht drum rum kam, um zu fragen, ob ich mich bei ihm einhängen darf. Er war freudig überrascht, weil er sowas zum ersten Mal gefragt wurde und willigte sofort ein.

Alles fühlte sich gut und stimmig an. Währen der geführten Ausstellung stand er die ganze Zeit neben mir und ich verspürte fortwährend den Drang ihn zu berühren, mit ihm zu kuscheln. Deshalb war es nicht verwunderlich, dass ich mich auch beim Zurückgehen gleich wieder bei ihm unterhakte und meine Sympathie ihm gegenüber verkündete. Und da ich mich darin übe, immer mehr der frei-raus Mensch zu sein, sprach ich das auch direkt an, dass ich seit der Ausstellung das Bedürfnis verspürte, mit ihm zu kuscheln. Und das war gut so, denn ehe ich mich versah, blieben wir auch schon stehen und wir küssten uns einvernehmlich – mitten auf der Straße. Mit sanftem Druck schob ich ihn zurück und drückte ihn küssend mit dem Rücken gegen die Hausmauer. Der Kuss wurde immer leidenschaftlicher und er schien genau so Feuer gefangen zu haben wie ich. Wie schön! *-*

Er schwärmte beim Zurückgehen über meine Offenheit und meine direkte Art, die er sehr schätze. 🙂 Es täte gut, wenn jemand wie ich kein Blatt vor den Mund nehme und so offen auf jemanden zugeht. Wir waren in weiterer Folge beide so aufgeheizt von der Knutschaktion, dass wir uns nochmal stehend auf offener Straße am Gehsteig küssten. Das schrie eindeutig nach mehr. ^^ Aber das mussten wir auf wann anders vertagen, denn zu Hause wartete schon mein Freund auf mich. Er bedankte sich jedenfalls bei der Verabschiedung dafür, dass ich ihn wegen der Ausstellung gefragt hab. Er habe das ganze Treffen als sehr harmonisch empfunden und die anfänglichen Unsicherheiten (von wegen er verspätet sich wegen den öffentlichen Verkehrsmitteln und soll er mich zur Begrüßung umarmen oder nicht) hätten sich Dank meiner offenen Art ihn anzunehmen sehr schnell in Luft aufgelöst.

Bekam dann später noch ein Sms von ihm:

„Hab meinem besten Freund vom Tag erzählt. Er freute sich sehr. Ich freu mich sehr, du bist unglaublich herzlich und hast was aktiviert, was lange schlief. Danke dir sehr dafür Mina. ❤ Komm sicher nach Hause und hab einen gemütlichen Abend.“

Worauf ich jedenfalls hinaus wollte:

Ich hab ja am Anfang erzählt, dass ich den Drang zu Suchen verspürt hab. Es war wie ein Ruf, als ob ich ein Teil eines Magneten wäre, unwissend zu wem es mich hinzieht. Aber DASS es mich zu wem hinzieht, das stand außer Frage. Blöderweise suchte ich anfänglich auf der falschen Website danach (schaltete dort, auf meiner gewohnten Plattform immer wieder Inserate). Und so zeigte sich: „Du kannst graben so viel zu willst – wenn du an der falschen Stelle suchst, nützt dir auch die Tiefe nichts.“ © by Mina Herzgebiet

 

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Ich hab den starken Eindruck, dass er es sein könnte, zu dem es mich da gezogen hat, denn diese Harmonie und Vertrautheit die wir beide empfinden, die ist wunderschön und ich bin schon gespannt, wie es mit uns weitergeht. 🙂

 

PS: Nachtrag Ende November:

Haben uns bereits 2x wiedergesehen und übermorgen dann das dritte Mal. Er war bei meiner Geburtstagsfeier ein gern gesehener Gast und auch ich bei ihm dann in seiner WG. 🙂  Seit ich ihn kenne, ist diese „rastlose“ Suche die ich davor an den Tag legte verschwunden. Es scheint, als sei er wirklich, der jenige welche, den ich schon gespürt hatte, noch bevor er aktiv in mein Leben getreten ist… 🙂

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