Die falsche Art von Liebe

„Liebe verzeiht alles, Liebe geht über alles“ so sagt man und aus Liebe macht man Sachen, die man sonst nicht machen würde und geht dafür sogar über seinen eigenen Körper drüber. Doch das macht die Sache nicht besser – sondern nur noch schlimmer.

Fall 1

Ein junges Mädl, irgendwo zwischen 16 und 20 Jahre alt, hat einen ehrgeizigen Freund, für den Sex nur gut ist, wenn sie von ihm zum Orgasmus gebracht wird. Also verbiegt sie sich wie eine Brezel für ihn und zwingt sich zu ihren Höhepunkten – nur damit ER seine Bestätigung erhält. Dabei verliert sie immer weiter Weiterlesen

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Ficken oder nicht ficken, das ist hier nicht die Frage

Meine neueste Bekanntschaft, der 1990er Jahrgang vom letzten Beitrag (nennen wir ihn Amandus [Lateinisch, Bedeutung: „Der Liebenswerte“]) und ich sind uns einig: Wir wollen keinen Sex miteinander.

Er, weil er in keiner Beziehung ist (und das eben nur mit einer Freundin machen möchte) und ich, weil ich Weiterlesen

Ein positiv-seltsamer, intensiver Mensch ODER: „Es sollte mehr Frauen wie dich geben“, meinte er begeistert.

So viel wurde heute zu mir gesagt. So viele schöne Worte. Worte voll von Ehrlichkeit, Wertschätzung und Dankbarkeit. So viel Schönes, das ich gar nicht vermag, alles zu rezitieren, denn ein Kompliment oder eine Feststellung seinerseits war schöner als das/die andere.

DANKBARKEIT

Dankbarkeit ist eine tolle Sache. Er (Jahrgang 1990, hatte sein erstes Mal damals mit 19 und hatte seither mit insgesamt nur zwei Frauen was gehabt – beides innerhalb einer Beziehung) war dankbar, ich war dankbar.

Er war dankbar dafür, dass ich ihn angeschrieben hab, dass ich ihn kennenlernen wollte, dass ich so spontan Zeit hatte und er war schier überwältigt von der Unbefangenheit, mit der ich den Körperkontakt suchte. Er, der jenige, der jahrelang von diversen Komplexen bei Frauenkontakten begleitet war. Und dann tauche ich auf einmal auf der Bildfläche auf und plötzlich mache er sich über seine Ängste und Unsicherheiten keine Gedanken. Keine einzige Situation – vom Kuscheln auf der Donauinsel bis hin zum Heavy Petting bei ihm daheim – habe ihn Weiterlesen

Die Pornobeziehung ODER: Sexzenen im Film

Neues aus der Welt rund um das Thema Sex

Story 1 – Italien: Das Pornopaar

Kim (23) und Paolo (28) hatten einen Dreier mit einer Freundin und wurden ein Paar. Doch damit nicht genug: Dieses Paar filmte sich vom ersten Mal Sex miteinander und verdient nun damit seinen Lebensunterhalt.

https://www.stern.de/video/-my-sweet-apple—paar-finanziert-weltreise-mit-amateur-pornos-7850474.html

Story 2 – Rumänien: Der Film „Touch me not“

„Zu verstörend“ bezeichneten einige Zuschauer die expliziten Sex-Szenen, die dieser halb-dokumentarische Film zeigt. Und nun hat genau dieser Film den wichtigsten Preis erhalten: den Golden Bären auf der Berlinale 2018.

„Touch Me Not“ polarisierte auf der Berlinale
Ein Drehbuch gab es keines, stattdessen mussten sich die Darsteller darauf einlassen, sich selbst zu erkunden. Der Zuschauer bekommt Sado-Maso-Szenen und Masturbation zu sehen, erlebt Transfrauen und Menschen mit Behinderung beim Sex. Dass diese explizite Darstellung in einer Art Sex-Labor nicht bei allen Zuschauern gut ankommt, war der Regisseurin bewusst. „Es ist kein bequemer Film“, sagte sie auf der Pressekonferenz. Quelle: https://www.stern.de/kultur/film/berlinale/berlinale-2018–sex-film-touch-me-not-verstoert-und-gewinnt-7877324.html

Was für viele „Verstörend“ oder „Tabu-brechend“ sein mag, wird für mich erst interessant, wenn es um Sexualität geht. Das oben genannte mit Transfrauen, Beinträchtigen Menschen oder Masturbations-SM-Szenen schrecken mich jedenfalls nicht ab. Daher steht der Film auch auf meiner Film-anschau-Wunschliste,

Doch natürlich hab auch ich meine persönlichen Grenzen – wie beispielsweise
*) wenn jemand bewusst gequält wird
*) wenn es nicht in seinem/ihren Einverständnis geschieht (und als Folge davon körperliche und/oder seelische Schädigungen davonträgt)
*) den zweiten Part des Buches von Nele Hoffmann („Mit Papa war’s nur Blümchensex“ https://www.lesejury.de/nele-hoffmann/buecher/mit-papa-war-s-nur-bluemchensex/9783944154268 )
*) wenn es um Kotzvideos geht
*) um das Praktizieren von Kaviarspielchen

Doch wenngleich mich auch keine Amateur-Pornos abschrecken, so würd ich persönlich sowas nicht in meiner Beziehung machen wollen – mein Sexleben in gefilmten Sequenzen in die Öffentlichkeit tragen. Für mich ist der Akt der Sexualität mit meinem Hernzensmenschen etwas Privates an dem vielleicht mal eine andere Frau oder ein anderes Paar teilhaben können/dürfen, aber gewiss nicht die halbe Welt.

Hochsensibel neue Wege gehen und neue Freundschaften knüpfen

In meinem letzten Beitrag habe ich schon ein wenig darüber erzählt, was es für mich heißt, hochsensibel zu sein.

Hier in diesem Beitrag, möchte ich mich dem Thema Freundschaft widmen, weil ich gerade so einen tollen Text von Guido F. Gebauer (verfasst am 28. Dezember 2017) gelesen habe.

Folgende Zeilen treffen alle auch auf mich zu:

Dies bewegt hochsensible Menschen bei der Freundschaftssuche:

*) Hochsensible Menschen sind offener für Freundschaften mit Menschen, die ein Handicap haben oder unter körperlichen oder seelischen Erkrankungen oder Beeinträchtigungen leiden. (Dazu sag ich nur, Stichwort „Nerdanlaufstelle“ bzw. die Suche nach Leuten denen die ich positiv weiterbringen kann/darf)

*) Hochsensible Menschen legen gesteigerten Wert auf das Kennenlernen von Menschen, die sich auszeichnen durch eine milde-verzeihende Grundhaltung, sowie eine ruhige und verträgliche Art der Kommunikation und Konfliktklärung. (Meine „schüchternen Nerds“ sind in der Regel sehr ruhige, angenehme, meist auch eher konfliktscheue Menschen) Weiterlesen

Was es für mich bedeutet, sexuell aktiv und hochsensibel zu sein

Ich hab im September 2017 erfahren, dass ich hochsensibel bin. Von uns Menschen sind das nur 15-20% aller Personen. Von dem her: Ja ich bin „anders“. Ich wusste zwar schon immer, dass ich „die Einzelkämpferin“ irgendwie anders bin, doch nun hab ich endlich auch eine Bezeichnung für dieses „Anderssein“ erhalten.

Was mich (bzw. „uns Hochsensible HSP“) nun von den restlichen 80% unterscheidet? Unter anderem die Wahrnehmung: Wir nehmen die Welt differenzierter wahr. Warum? Weil wir Weiterlesen

Die Katze lässt das Mausen nicht

Ja, ich bin wieder zurück! Und schneller als erwartet, aber wenn ich etwas zu sagen/schreiben habe, dann will/muss ich das auch tun! 🙂

2.2.2018

Liebe Lucija, dieser Blogeintrag geht in erster Linie an dich – auch wenn wir uns nicht persönlich kennen sondern nur vom Hören-sagen bzw. in deinem Fall eben vom Lesen. Heute habe ich von unserem gemeinsamen Bekannten/Freund R. erfahren, dass du meinen Blog eine Zeit lang verfolgt hast und es so „arg“ findest, dass ich die Leute in der Bahn und U-Bahn „scanne“ um mir dann mein nächstes „Opfer“ rauszusuchen. (Das war die Wortwahl von R. als er mir von eurer Entdeckung, dass ihr beide meinen Blog kennt, erzählt hat.)

Nun, ich würd‘ das jedenfalls nicht so radikal Weiterlesen