Die Katze lässt das Mausen nicht

Ja, ich bin wieder zurück! Und schneller als erwartet, aber wenn ich etwas zu sagen/schreiben habe, dann will/muss ich das auch tun! 🙂

2.2.2018

Liebe Lucija, dieser Blogeintrag geht in erster Linie an dich – auch wenn wir uns nicht persönlich kennen sondern nur vom Hören-sagen bzw. in deinem Fall eben vom Lesen. Heute habe ich von unserem gemeinsamen Bekannten/Freund R. erfahren, dass du meinen Blog eine Zeit lang verfolgt hast und es so „arg“ findest, dass ich die Leute in der Bahn und U-Bahn „scanne“ um mir dann mein nächstes „Opfer“ rauszusuchen. (Das war die Wortwahl von R. als er mir von eurer Entdeckung, dass ihr beide meinen Blog kennt, erzählt hat.)

Nun, ich würd‘ das jedenfalls nicht so radikal formulieren – schon gar nicht mit dem Wort „Opfer“. Wenngleich das Wort Opfer nicht jeder so ernst zu nehmen scheint wie ich, weil es traurigerweise immer mehr zu einem Modewort der Jugendsprache verkommt („Geh sei doch nicht so ein Opfer!“), so würde ich meine Jungs bzw. Männer eher mehr als „Auserwählte“ bezeichnen – denn noch immer gilt bei mir: Qualität vor Quantität.

Im Großstadtdschungel mag es durchaus viele interessante Exemplare der Spezies Mann zum Kennenlernen geben, doch ich verlasse mich da ganz auf mein Bauchgefühl. Bei dem einen macht es „klick“ und bei dem anderen nicht – oder mein Bauchgefühl sträubt sich partout dem dort vorne ein Zetterl zu geben – hatte ich auch schon oft genug. Da kann er dann noch so schön/toll/interessant aussehen, wenn das Bauchgefühl streikt, dann soll es eben einfach nicht sein.

Wie du siehst, ich gehe hierbei mehr instinktiv als rational vor. Einmal hatte ich das – das war 2016 – jedoch auch mal als umgekehrtes Erlebnis: Ich saß in der U-Bahn neben einem, der sprach mich optisch überhaupt nicht an (war sozusagen nicht mein klassisches „Beuteschema“) und doch hatte er so eine mega-angenehme Ausstrahlung, dass ich jede Minute genoss, die ich neben ihm sitzen durfte. Es war, als würde ich förmlich in seiner Aura ein Bad nehmen, anders kann ich das einfach nicht erklären. Da konnte ich dann nicht anders, als mich bei ihm mit einem kleinen Zettelchen zu bedanken: „Danke für deine angenehme Ausstrahlung, die hat mir sehr gut getan und somit kann ich nun supergut in den Tag starten. 🙂 “ Kontaktdaten hatte ich da keine drauf geschrieben. Bei dem war es mir nur wichtig, mich zu bedanken, immerhin war ja ich die Jenige, die da ein Wenig „Energievampier“ gespielt hatte. Er hat dann blöd gschaut, als ich ihm das Zetterl in die Hand gedrückt hab und schien mit meiner – für ihn wohl kryptisch-wirkenden – Wortwahl mehr überfordert als sonst was zu sein. Doch es war mir egal. Das hatte für mich einfach so sein müssen. 🙂

Meine neue Zetterl-Bekanntschaft (die erste aus 2018) ist Mathias, ein 1992er Jahrgang. Er ist ein großer, eher schlacksiger Typ, hat naturrote, längere Haare, eine nerdige Brille und arbeitet (welch Überraschung ^^) in der IT-Branche. Ich fand ihn schon am Bahnsteig so faszinierend aber als er dann in der Bahn seinen Kindle auspackte und darin-lesend zu lächeln begann, war das das Ausschlaggebende um ihn das Zetterl zu geben. Sein Lächeln war ganz toll.

Wenige Tage später erhielt ich dann ein Mail von ihm.

Betreff: der Fahrschein
Hallo!

Wer hätte gedacht, dass in einem öffentlichen Verkehrsmittel was nettes passieren kann 🙂

Mein Interesse ist geweckt. Wollen wir uns treffen?

lg
Mathias

Das fand ich voll toll super, dass er einfach so kurz und bündig auf den Punkt kommt, kein langes Kennenlernen per Mail sondern einfach: Auf die Plätze, fertig, treffen!

Gesagt, getan, wir haben und dann was ausgemacht und sind dann Abendessen und weil’s gepasst hat, danach auch spazieren gegangen. Dort hab ich dann gleich wieder ausgelotet wie er denn so zum Thema Küssen steht, also in Bezug auf „einfach so“ oder „nur wenn Gefühle“ bzw. eben „amouröse Absichten“ im Spiel sind. Und er meinte, dass es da für ihn dabei schon emotional um was gehe. Okay, verstanden, respektiert, wenngleich ich es natürlich auch schade gefunden hab, aber so ist das nun mal. In erster Linie geht es mir um’s Kennenlernen und bestenfalls in meinen Freundeskreis integrieren. Und da ist Mathias (den ich als schüchtern und dennoch äußerst neugierig und aufgeschlossen erlebe) auf einem guten Weg dahin. 🙂 Am Freitag mach ich einen DVD-Abend wo ich ihn auch schon dazu eingeladen habe um ihn einigen Freunden von mir vorzustellen. 🙂

Advertisements

Ein Gedanke zu “Die Katze lässt das Mausen nicht

  1. Hallo! Lucija hier 😉
    R. hat mich darauf aufmerksam gemacht, dass du mich erwähnt hast und ich war total neugierig ^^
    Also eins vorneweg: Ich kann mich beim besten Willen nicht daran erinnern, das Wort „Opfer“ verwendet zu haben (lol) und wenn, dann genauso wie in diesem Satz eben… nämlich mit einer Handgeste, dass das Wort für mich in Anführungszeichen steht 😉
    Der Kernpunkt meiner Aussage war eigentlich der, dass du ganz anders durchs Leben gehst als ich zum Beispiel… nämlich aktiver auf die Menschen eingehend. Ich bin der klassische „Hinsetzen – Kopfhörer rein und erst wieder nach oben schauen wenn ich aussteigen muss“-Typ Mensch ^^ So hatte ich das R. auch gesagt 😀

    Jedenfalls hat mir dein Blogeintrag gut gefallen!!

    Liebe Grüße 🙂

    Gefällt 1 Person

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

w

Verbinde mit %s