Die meisten Frauen sind immer noch zu verklemmt

Da ist diese Frau. Nina, 35, bereits 10 Jahre verheiratet. Sie will ihre Ehe wiederbeleben und begibt sich (im heutigen Sat 1 Film „Verführt – in den Armen eines anderen“) auf ein ihr bis dato unbekanntes Terrain…

Nina war von Grund auf eine treue Frau… doch mit dem Reiz des Neuen, Unbekannten und Verführerischem, hieß es – wie so oft: Der Geist war willig, doch das Fleisch war schwach. Und so ließ sie sich auf eine Affaire mit just jenem Mann ein, der irgendwie sogar auch ihrem Ehremann ähnlich sah.

10 Jahre… 10 Jahre ausschließlich Sex mit ein und der selben Person. Immer nur ein und den selben Körper riechen, schmecken, spüren… Ich finde es da nicht verwunderlich, dass die Lust abflaut und man da lieber „auswärts essen“ geht.

Fast immer sind es die Frauen… die Frauen, die brav zuhause bleiben und versuchen, ihre Ehe in den Griff zu kriegen, wohingegen die Männer zumeist schon lange heimlich fremd gegangen sind. Wenn dann auch die Frau einen Seitenspung wagt und es dann rauskommt, ist das männliche Ego zutiefst getroffen.

Meiner Erfahrung nach, ist es immer noch weit verbreitet und in den Köpfen der Männerwelt verankert: Bei IHM ist es okay, er hat ja seine Bedürfnisse, Triebe,… aber bei IHR ist das ein No-Go.

Liebe und Sex – schön wenn diese beiden Dinge zusammenkommen, aber es MUSS nicht immer sein. Auch im Film kam es wieder vor, dieser Satz: „Ich liebe meinen Mann, aber…“ Ja, sie liebt ihn und meint (anfänglich) ihm deswegen auch treu sein zu müssen. Ich jedoch finde, dass die Welt endlich aufwachen soll, dass Liebe und Sex nicht immer und unmittelbar miteinander verbunden sein MÜSSEN. Man kann Person A lieben und trotzdem mit Person B Sex haben. Wie viele Männer beteuern denn auch immer wieder, dass sie ihre Frau ja eigentlich lieben. Woher kommt das? Die meisten können eben das eine eben vom anderen trennen.

Also Frauen, ein Appell an euch: Keine falsche Bescheidenheit! Nehmt euch das heraus, wonach euch ist! Ich bin in meiner Swingerclubkarriere schon so vielen vergebenen und verheirateten Männern an der Bar begegnet. Sie tun es – tagtäglich und immer wieder. DAS solltet ihr euch auch rausnehmen! Das Einzige, was ich an dem Ganzen traurig finde, ist, dass sie es ihrer Partnerin gegenüber nicht ehrlich sind und sie es heimlich machen.

Natürlich ist eine offene Beziehung auch kein Grant dafür, dass eine Beziehung deswegen auf immer und ewig hält, aber ich finde, dass es zumindest einen Versuch wert ist. Doch dieser Versuch geht in meinen Augen nur mit Offenheit, Ehrlichkeit und Wertschätzung einher. Wenn es beide Partner schaffen, erwachsen, reflektiert und ehrlich anzugehen, fallen viele „Beziehungs-Spielchen“ weg. Man fühlt sich freier und bekommt beides: (endlich wieder) tollen Sex und hat einen Partner, der einen immer noch liebt – und wer weiß, vielleicht sogar auch für genau diese offene, aufgeschlossene Seite.

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