Unterschätze nie die Schüchternen ODER: Heilender Sex

Die wohl größte Überraschung in diesem Jahr stellt für mich bis jetzt definitiv Moritz (21) darf. Das Kennenlernen war im Grunde „wie immer“ aber wie es sich entwickelt hat, mit dem hab ich nicht gerechnet…

Es war (für mich) die klassische Situation in der U-Bahn: ihn gesehen, und ihm voller Entzückung ein Zettelchen gegeben. Aber genauer gesagt, lief es so ab:

Bei Moritz ging es besonders schnell: Ich hatte ihn gesehen, wie er da so in der U-Bahn stand, ganz vertieft ins Lesen auf seinem Smartphone. Er war von der Figur her dünn, und sah für mich – gemäß meinem Beuteschema – lieb, brav, schüchtern und „nerdig“ aus. Der zweite Blick fiel auf seine Hand, mit der er sich auf dem Haltegriff festhielt. Er hatte für meinen Geschmack unglaublich schöne Hände, sodass ich mir innerlich wünschte, von genau solchen Händen gestreichelt zu werden *funkel*. Also hab ich ihm ganz schnell ein Zetterl auf das Smartphone geknallt und bin ausgestiegen, nur um zwei Wagons weiter vorne wieder zuzusteigen. Ich hatte nämlich noch eine längere Fahrt vor mir, doch wollt ich IHM uuunbedingt das Zetterl geben und da konnte und wollte ich nicht riskieren, dass er schneller aussteigt als mir lieb ist (wo das doch jeden Moment sein konnte, wenn er da so stand und nicht saß).

Noch am selben Tag meldete er sich dann zu meiner Überraschung per SMS bei mir. „Hey, hier schreibt Motitz, derjenige dem du die Fahrkarte in die Hand gedrückt hast.“ Ich freute mich voll. Wir schrieben ein Wenig hin und her und machten uns ein Treffen aus, weil er ja neugierig war, wer ihm da sowas gibt. Er hatte ja nur gerade noch meine blonden Haare registriert.

Wir trafen und am Vormittag, da dies zu dem Zeitpunkt mein Terminkalender nur so zugelassen hatte. Und daher hatte er sich zu meiner Frage: „Und, was darf’s sein? Frühstück oder Mittagessen?“ für ein Frühstück entschieden. Schön, ein „Frühstücksdate“, aus was Seltenes bei mir, aber mir war das egal (sonst hätt‘ ich ja nicht gefragt) – Hauptsache etwas im Magen.

Vom wollen und sich trauen

Das Gespräch dort in dem Lokal verlief dann eher schleppend, weil wir uns beide immer wieder schüchtern anlächelten und nicht sofort etwas parat hatten, dass wir uns fragen konnten. Aber meinem Gefühl nach, wär‘ ich dort schon längst nicht mehr gegenüber von ihm, sondern am liebsten schon neben ihm gesessen, nur um näher bei ihm sein zu können.

Da Moritz ein großer Naturmensch und -Fan ist, sind wir im Anschluss darauf noch entlang der Donau auf der Donauinsel spazieren gegangen. Und dort war es sehr angenehm und entspannend, weil 1. ich konnte/durfte mich bei ihm einhängen ( = unterhaken), 2. ich hatte die frische Luft und 3. auch Bäume und Wiese als wunderschöne Herbstlandschaft, die ich genießen konnte und wofür man auch nicht zwingend die ganze Zeit reden muss.

Im Zurückgehen hatte ich dann allerdings schon richig Bock ihn zu küssen. Aber es kam kein Thema in diese Richtung auf, also klärte ich erstmal ab, ob er denn überhaupt Mädels auch „just for fun“ küsst, oder ob er dafür amouröse Gefühle benötigt. (Denn ganz ehrlich, auf Grund seines Typs „schüchterner Nerd“, hätte ich ihm letzteres ohne weiteres zugetraut. Erfahrungen diesbezüglich hatte ich mit anderen schon gemacht die so ticken.) Aber nein, zum Glück küsst er „auch so“. Dann wollte ich noch wissen, wann der letzte Kuss bei ihm gewesen sei. „Über zwei Jahre“, erhielt ich dann von ihm als Antwort. Wow, das war lang. Aber zumindest hatte er schon geküsst.

Als wir uns dann bei einer Parkbank niederließen, kehrte Schweigen ein. Er wirkte auf mich, nachdenklich, unsicher, mit-sich-ringend. Da kam ich ihm entgegen und fragte ihn, wonach ihm denn jetzt sei. Er wisse es nicht. Ich fügte hinzu, weil er auf mich wirke, als sei er zwischen etwas hin- und hergerissen. Ja, so war es auch, bestätigte er. Dann trat erneut Schweigen ein. Doch Augenblicke später, atmete er tief durch und sagte: „Gut, dann riskier‘ ich mal was: Ich möchte dich gerne küssen.“ Ich lächelte innerlich und äußerlich, dachte mir „na bitte, es geht ja“ und sagte: „Freut mich, da hätt‘ ich nix dagegen.“ Tja und dann küssten wir uns. Zuerst zärtlich, dann immer intensiver und schließlich fiel es uns schwer, die Finger voneinander zu lassen. ^^ Also alles schrie förmlich nach einer Fortsetzung. *g*

Ich war dann für meinen nächsten Termin eh schon 15 Minuten zu spät dran, aber das war es mir definitiv wert gewesen. Wir waren uns einig, dass wir beide und ganz bald wiedersehen wollten und so kam es dann auch. (Bei der Verabschiedung freute ich mich insgeheim über den Anblick der Beule in seiner Hose, denn da schien sich ganz schön etwas drin zu befinden. ^^ hrhr)

Jung, aufgeschlossen, unkompliziert

Wir trafen uns beim nächsten Mal zum spazieren gehen, aber dieses Vorhaben hatte nicht lange gehalten, denn die Chemie zwischen uns stimmte eindeutig – aber sowas von. Ich war verrückt nach ihm und er war verrückt nach mir. Also landeten wir schließlich im Bett und das war gut so, denn dort schien es mir, als hätten wir dort alle Zeit der Welt füreinander. Alles,… alles fühlte sich sooo gut an! Seine Berührungen, seine Küsse, seine Streicheleinheiten,… einfach alles. Und alles in mir wollte mehr. Definitiv mehr. Definitiv mehr Moritz. Und so bekam ich mehr von ihm. Seine „Ausstattung“ passte mir nicht nur optisch, sondern auch körperlich – und er vermochte auch damit umzugehen. Und wie!

Dass ich der Freundschaft-Plus Typ bin, hab ich ihm gleich nach unserer ersten Knutschaktion klipp und klar gesagt, und er fand es gut, dass ich das gleich klargestellt hab, damit er sich drauf einstellen kann. Das braucht er – genau so wie ich – Sachen, auf die man sich einstellen kann. Also kann er damit umgehen – und das ist gut so.

Heilender Sex

Den Sex mit ihm empfand ich als so befreiend, so leicht und unbeschwert und total heilend irgendwo. Heilend, wegen all der seelisch-emotionalen Verletzungen und Belastungen, die ich schon seit vielen Monaten mit mir herumgetragen hatte.

Kurzum: Moritz tut mir gut, sehr gut und ist für mich das genialste „Überraschungspaket“ seit Langem. Denn so schüchtern er auch anfänglich wirken mag, so steckt doch viel mehr in ihm, als jemals vermutet oder ansatzweise auch nur erahnt.

***

Seine Sichtweise:

Er hatte mir erzählt, er war in der U-Bahn so in sein Smartphone vertieft gewesen, dass er im ersten Moment gar nicht gecheckt hatte, was da grad passiert war. Zuerst wurde er herausgerissen und im nächsten Moment war er darüber verärgert. Aber dann hatte er sich entschlossen das Zetterl erstmal zu lesen und war dann freudig überrascht, sodass er dann doch ziemlich neugierig auf die Person dahinter war.

Dass ich schon 31 bin, störte ihn kein bisschen, weil es ihm um die Person geht die er da kennenlernt und nicht um das Alter.

Er hat mich genau so gern wie ich ihn und findet mich erfreulich unkompliziert. Auch dass ich so offen und ehrlich die Fakten auf den Tisch lege, findet er schwer in Ordnung.

Er mag es, dass ich so verkuschelt und verschmust wie eine Katze bin. Noch nie habe sich ein Mädel so lange am Kopf kraulen und streicheln lassen wie ich. (Er hat zwei Katzen und streichelt voll gerne – das merk man.) (-:

Er ist so vernarrt in meine Augen, wie ich es in sein Lächeln bin. Er findet, ich habe unglaublich schöne Augen. Ich finde, er hat ein unglaubliches Lächeln. Das war mir schon beim Frühstück aufgefallen – er hat ein Lächeln, dass mir warm wird um’s Herz (anders kann ich das nicht beschreiben).

***

Zufall? Schicksal?
Moritz hat – genau wie ich – die selbe Quersumme wenn man nach seinem (bzw. eben meinem) Geburtsdatum geht und dieses zusammenzählt. Typus 33 = Lebenszahl 6
Vielleicht harmoniert es ja deswegen so gut mit uns. (-:

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