„Nein, das ist zu versaut, das kann ich dich nicht fragen.“ ODER: Zugfahrt mal anders

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Heute hatte ich ein Kennenlerntreffen im Zug. Ferdinand, 87er Jahrgang aus Mödling, mit kurzem Haar, Brille, nerdigem Aussehen und Verhalten.

Ferdinand und ich hatten uns für heute verabredet, nachdem ich ich damals spontan (nach Bauchgefühl) meine Nummer im Oktober (oder November?) meine Nummer in eine mail auf einer auf einer Freizeit-Gruppen-Findungs-Plattform hinterlassen hatte. Im Dezember hatte ich dann ein Sms von ihm erhalten und ich meinte, im neuen Jahr würde ich mich gerne mit ihm treffe. Heute war es dann so weit gewesen. Das “Zugdate“ war spontan passiert, weil ich eine Abholung von willhaben in Wr. Neustadt hatte und er sich kurzerhand bereit erklärt hatte mitzufahren und mich eben im Zug kennenzulernen. Okay. Ich freute mich, denn so konnte ich die Zugfahrt hin und retour ideal nutzen.

Ich wollte ihm zur Begrüßung die Hand geben, doch er kam gleich mit Bussi links, Bussi rechts. Damit wurde ich zwar „zwangsbeglückt“ aber andererseits konnte ich so feststellen, dass er gut riecht.

Eine Strecke dauerte 30 Minuten. Die ersten 15 Minuten liefen eher mühsam. Er verhielt sich nervös und schüchtern mir gegenüber und fummelte permanent verlegen an seinen Fingern rum. Ich genoss innerlich amüsiert diese „Show“ weil ich mir gedacht hatte, „ja das wird eh nix mit uns“ und konnte demnach relativ gelassen sein.

Wenngleich er „nerdig“ rüberkam, mit seiner Art, waren es die veraltete Schnürlsamt-Hose (=Cordhose) in verwaschenem Petrol sowie einem ebenso verwaschenen Polo-Langarm-Shirt mit Aufdruck wie es für die 1990er Jahre typisch gewesen war (welches beides optisch total nicht ansprechend war), sowie seine Zahnfehlstellung und die sehr nuschelnde Aussprache ( wo ich mind. 8x nachfragen musste…) die mich so gar nicht ansprachen. So richtige „Bläserlippen“ hatte er auch und weiche, zarte, „unmännliche“ „Klavierhände“. Alles in allem letztendlich ein sehr unharmonisches Bild.

Aber seine Fragen waren das, was mich am meisten gelangweilt hatte. Smalltalk pur, angefangen mit meiner ach so verhassten Floskel „Na, wie geht’s?“ bis hin zu dem ganzen anderen Schmafu, was sich nach „ich ab eine Liste für Standardfragen auswendig gelernt, damit ja kein peinliches Schweigen auftritt“ geklungen hatte (und da spreche ich aus eigener Erfahrung, denn als ich mit 15 zum Internet-daten angefangen hatte, hatte ich genau das bei meinem ersten Date gemacht: Eine vorbereitete Frage nach der anderen Frage rausgeschossen, damit wir ja nur Gesprächsstoff haben.). Die Fragen gingen von: „Hast du Geschwister?“ „Hast du Haustiere?“ über „Hast du Tattoos?“ „Welche Hobbies hast du?“ bis hin zu: „Was hast du zuletzt im Kino gesehen?“

Die originellste Frage war da dann, ob ich die Minions mag (weil ich die heute neben meiner gelben Jacke, meinem gelben Rucksack und dem gelben Pulli ihn an diese erinnert hab). (Ja, ich bin gerade in meiner Gelb-Phase. Zwar zumeist Curry-Gelb, aber trotzdem. ^^) Auf meine Antworten kam dann großteils nüchtern, sachlich, trocken: „Aha.“ „Okay.“ „Verstehe.“ „Alles klar.“ Es wirkte genau so, als fragte er nur um zu fragen, damit die besagte „peinliche Stille“ ausbleibt, ohne wirklichem Interesse an meinen Antworten.

Als er dann wissen wollte, wann meine letzte Beziehung war, antwortete ich ihm, dass diese im Mai begonnen habe und immer noch andauert. Ich hatte es im Grunde wahrheitsgemäß erzählt, aber dennoch irgendwie auch als „Abschreckung“ damit er sich nicht „falsche Hoffnungen“ macht. Doch zu meiner Überraschung verzog er keine Miene und fragte weiter wie bisher. Auf meine Frage hin, warum er denn so nervös sei, sagte er, er habe ja nur diese eine Zugfahrt um „sich zu beweisen.“

Nach diesen quälenden 15 Minuten, fragte ich ihn dann, wie sein Eindruck von mir ist: „Sehr offen, deine Figur spricht mich sehr an und du scheinst intelligent zu sein“ kam da relativ promt zur Antwort. Okay, mit so einer Antwort hatte ich nicht gerechnet. Aber es war um Welten besser als die bescheuerte Floskel: „Ja eh ganz nett.“ Dann schmunzelte er vor sich hin (wollte nichtmal wissen, wie er auf mich wirkte) und ich fragte ihn, was los sei. Er: „Nein, das kann ich dich nicht fragen, das ist zu versaut.“ Ich provokant: „Was denn? Ob du mich knebeln und fesseln darfst um mich dann im Zug durchzuvögeln?“ Ich hatte damit ja die Messlatte schon hoch gesetzt und somit traute er sich: „Nein, ob du schon mal in einem Swingerclub warst.“ Na da war er ja bei der Richtigen gelandet.
„Jep. Du auch?“ Er bejahte ebenso. „In welchem denn?“ wollte ich daraufhin von ihm wissen. LSW gab er mir daraufhin zur Antwort. „Ah ok, bist du dann auch in dem Forum angemeldet?“ hakte ich nach um zu zeigen, dass ich mich auskannte. Nein, war er mal, aber inzwischen habe er sich von dort wieder abgemeldet, weil sich dort nichts ergeben hatte.

Dann plauderte er munter drauf los und siehe da, er wirkte gar nicht mehr unsicher und schüchtern. Gerade als es so richtig interessant wurde, wir bei den Themen Erotikkino, 3er und SM angekommen waren, mussten wir aussteigen – aber es gab ja noch die Rückfahrt. Hrhr ^^.

Kaum hatten wir uns zur Retourfahrt ins leere Abteil gesetzt, war meinem geschulten Auge seine veränderte Körperhaltung aufgefallen. Er saß locker, lässig, breitbeinig da, was keineswegs mehr verklemmt wirken ließ. Später (er saß wie bei der Hinfahrt gegenüber von mir) hatte er sogar die Arme lässig über die Lehne gelegt. Jep, der Junge war sichtbar aufgetaut. ^^

Wir plauderten noch ein wenig über all das was er noch wissen wollte und da kamen dann so Klassiker wie, wie ich zu SM stehe, ob ich schon mal einen 3er hatte und ob ich anal mag. Dann wollt ich aber auch was wissen. Seine Maße untenrum ( – natürlich ^^). 14,5 Länge und ca 3 cm im Durchmesser – also klassisch im Mittelfeld, M – und somit für mich nicht wirklich „brauchbar“. Aber dann kam sie eh schon: Die Frage aller Fragen: Ob ich „was mit ihm machen“ will. Ich verneinte und sagte wahrheitsgemäß, dass ich nur mit L oder XL was anfange. Aber dann fügte ich noch hinzu: „Aber ich kann dich gut riechen, knutschen könnten wir schon.“ Er: „Ok dann mach ma.“ Ich: Da musst dich aber schon zu mir rübersetzen.“ Das ließ er sich nicht 2x sagen. Er nahm neben mir Platz und wir legten mit dem Knutschen los. War nichtmal schlecht. Kaum hatten sich unsere Lippen berührt, lag seine Hand schon auf meinem Oberschenkel. Ich find sowas aufdringlich. Wenn er hoch zu meiner Muschi gewandert wäre, hätt‘ ich ihn zurechtgewiesen, aber zum Glück hatte er das nicht getan und so konnte ich mich gehen lassen und mehr zulassen. Wir saßen und knutschten eine ganze Weile alleine im Abteil, bis ein Schwarzer zugestiegen war. Der ging aber ganz vor am Anfang des Abteils und schien die Geschehnisse nicht bemerkt zu haben, also ging es dann mit Tuchfühlung weiter. Ich ertastete, was bei ihm in der Hose so los war und er fasste mir an die Brust. Als ich so richtig in Fahrt gekommen war, hab ich mich dann auf ihn drauf gesetzt, mir meinen BH aufgemacht und ließ ihn mit Hände und Mund meine Brüste liebkosen. Alle Achtung, da wusste er wirklich was er tat. Ich lobte ihn dafür doch als Antwort kam nur: „Dann stell dir das mal auf deinem Kitzler vor.“ O.O Sieh an, sieh an, der hatte sich aber ganz schön gemausert… 😀 Meinen Kopfkino hatte den Schwarzen dann schon still und heimlich während dieser Aktion neben uns stehen und wichsen sehen, aber zu dem war es nicht gekommen.

Jedenfalls genoss ich was er da tat, bis wir von vier jungen Typen (ca 20 Jahre) unterbrochen wurden, die schnellen Schrittes den Wagon gewechselt hatten in dem sie innen durch die Verbindungstür gestürmt waren. Und aus war die Show. Die gingen vorne zu dem Schwarzen hin (wirkte wie eine Dealer-Aktion) und applaudierten zu uns nach hinten. Einer von denen war wieder zurückgestiefelt und zwei Stationen weiter, war dieser dann mit drei anderen Leuten ausgestiegen. Sie gingen an uns vorbei und riefen amüsiert zu den anderen Kollegen: „Die da, die da, die zwei da!!!“ 😀

Das Aussteigen bzw. Verabschieden war relativ unspektakulär: Ein Bussi auf den Mund, er stieg aus, und drehte sich nicht mehr um. Soviel zu meiner Zugfahrt mit Ferdinand.

Ende Teil 1

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5 Gedanken zu “„Nein, das ist zu versaut, das kann ich dich nicht fragen.“ ODER: Zugfahrt mal anders

  1. Na, offene Fragen sind schon toll………also……….. 🙂 Eine Zugfahrt kann ja durchaus richtig aufregend sein und ich hätte da sicherlich ein paar Fragen………. 🙂 Schöne Grüße

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