Von Männern in High-Heels, Crossdressern und anderen Fetischen

Neulich im Wohnzimmer bei einer guten (Wiener-)Freundin von mir – ihr bester Freund war aus Oberösterreich angereist und im Zuge einer Plauderei, in der (neu für ihn) herauskam, dass ich sexuell aufgeschlossen bin und auch in Swingerclubs gehe, vertraute er sich mir an – etwas, das er ihr nichtmal sagen konnte (warum auch immer): Er findet Gefallen daran High Heels zu tragen. Für mich keine ungewöhnliche Sache. (Für mich) Auch nicht überaus interessant. Wenn es so ist, dann ist es eben so.

Interessanter fand ich da eher die Tatsache, dass er deswegen ZU MIR gekommen ist, es MIR erzählt hat. Wenngleich er mich nicht wirklich kennt und wenngleich er mich bat, ihr nichts davon zu erzählen, warum er es dann dennoch mir mitgeteilt hat. Ist es, weil man sich unter aufgeschlossenen Leuten einfach besser verstanden fühlt? Ist es, weil ich solche Leute immer wieder anziehe? Ist es weil ich eine Ausstrahlung hab, die so vertrauenswürdig wirkt, dass mein Gegenüber keine Bedenken aufweist? Keine Ahnung.

Jedenfalls hat er mir dann auch noch eine Seite gezeigt, wo er an einem Workshop teilgenommen hat, wo Männer lernen würden, in soetwas richtig herumzuspazieren:

http://www.nachrichten.at/oberoesterreich/linz/Wenn-Maenner-heimlich-Highheels-tragen;art66,1610611

Ursprünglich war gerade der Schuh mit Absatz ausschließlich Männern vorbehalten (siehe z.B. Renaissance), heute sind diese schnell mit Vorurteilen konfrontiert. – Faszinierend, oder?

Zitat aus dem Artikel der oben genannten Website: >>Auch Manager, die an ihrer Vortragstechnik arbeiten, sind mit einem Heels-Training gut beraten. „Das Körpergefühl ist ein ganz anderes. Man nimmt die gerade Haltung ganz anders wahr, wenn man auf Pumps gestanden ist“, sagt Giffey. Ein unkonventionelles Training, das meist nur hinter vorgehaltener Hand besprochen wird.<<

Auch besagter Freund der Freundin meinte, es sei ein „Wahnsinns-Gefühl“ in solchen Schuhen zu gehen. Er bestätigte mir die Sache mit der Haltung (aus dem Artikel) ebenso.

Von sexuellen Vorlieben und Fetischen

Für mich sind sexuelle Fetische nichts Schlimmes (solange sie nicht mit Kindern zu tun haben, sie freiwillig sind und niemandem schaden). Ich hab auch schon mit diversen Fetisch-Typen zu tun gehabt: Der eine stand auf Füße, der andere auf Nylons an Frauenbeinen, der nächste auf Natursekt (alias „golden Shower“) und wieder ein anderer hatte einen Kitzelfetisch. Dann gab es welche die drauf stehen wenn sie als Sklaven gehalten werden, einer hatte einen Windel-Fetisch.

Bitte nicht falsch verstehen, ich hab nicht mit allen von denen was gehabt. Aber ich hab zumindest mit ihnen über ihre Vorlieben gesprochen und hab nachgefragt, warum das bei ihnen so ist und wie sich das entwickelt hat. Der mit dem Windel-Fetisch wurde z.B. durch einen Unfall früh inkontinent, daher hat er aus dieser Tatsache heraus, seinen Faible für Windeln und „das warme Gefühl sich vor allen unbemerkt in die Hose machen zu können“ entwickelt. Es habe ihn angeturnt, dass er das einfach so machen konnte. Und einer mit besagtem Natursektfetisch, der erzählte mir, dass er schon im Kindergarten gerne den Mädchen beim „Pipi-machen“ zugesehen habe und eine habe sogar im Sandkasten auf seinen Wunsch hin (als er noch ein Kind war) auf den Sandkuchen gepinkelt, weil gerade kein Wasser zur Stelle war. Dieses Erlebnis war eines der prägensten für ihn. Aus kindlicher Unbefangenheit heraus, entwickelte sich sozusagen ein Fetisch.

***

Wenngleich ich nichts gegen die diversen Fetische im Allgemeinen hab (so nach dem Motto: „Jedem das Seine“), gibt es doch auch bei mir Fetische, mit denen ich (wenn ich mich mit Leuten treffe) mehr anfangen kann und welche, mit denen ich wenig bis gar nichts anfangen kann.

Seltsamerweise ist das so, dass ich mit besagtem High-Heels-Träger weniger „Schwierigkeiten“ habe, als mit DWT. (DWT sind Damen-Wäsche-Träger. Also bezogen auf die Unterwäsche und Strümpfe). Sowas turnt mich eher ab als an. Wohingegen, wenn ein Mann sich sehr feminin als Transe „verkleidet“ (und sich nicht bloß ’ne Perücke aufsetzt und ein Kleid anzieht), so kann ich das durchaus attraktiv und interessant finden.

She-males (alias Ladyboys) stehen wiederum ganz oben auf meiner (Erlebnis-)Wunschliste. Ich vermute das liegt daran, dass ich bi bin und das somit die ideale Person für mich wäre: Optisch eine Frau, aber dennoch mit den Attributen eines Mannes. 😉

Und dann gibt es da ja noch die „Crossdresser“. Crossdresser sind keine Transvestiten. Sie ziehen sich gerne Damenkleidung an, aber gehen nicht damit raus und wollen auch nicht im Gesamterscheinungsbild wie eine Frau aussehen. Ihnen geht es nur um das Tragen der Kleidung des anderen Geschlechts. (Mit so jemandem hatte ich aber noch nie [wissentlich] zu tun.)

Erfahrungen? Gedanken oder Erlebnisse bezüglich dieser angeschnittenen Fetische? Teilt sie mit mir. Freue mich auf eure Kommentare…

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Ein Gedanke zu “Von Männern in High-Heels, Crossdressern und anderen Fetischen

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