Vom Wunderland und Pornomüll

Ausschnitte aus dem ersten Mail eines Mannes (43) an mich, welcher nicht meinen Blog (die Jägerin) kennt und dennoch von Jagd schreibt:

„Ich mag die Vorstellung, dass du Inspiration und Witterung aufnimmst, deine Vielfalt sich mir entgegen zu häuten beginnt, wie eine Schlangengöttin auf der Jagd, aber auch wie eine Alice, die ins Wunderland stolpert, den Rock hebt für eine harte, deutliche Spankinglektion.“

„Was sind denn deine bizarrsten Wünschen und Phantasien? Immer wenn ich eine solche Frage stelle schockieren mich oft die Antworten *lach* vor allem von Frauen gibt es da erschreckende Tiefen. Jene von Männern sind oftmals eher unappetitlicher Pornomüll.“

Ich weiß nicht wie der so tickt und in wie weit er mich mit seinem Mail aus der Reserve locken wollte. Ich weiß nur, dass ich weder eine Schlangengöttin bin, noch eine, die auf harte Spankinglessons steht. Ich bin ich mit meinen diversen Facetten, die ich aber doch nicht jedem offenbare.

Wenngleich er mich (womöglich) antesten wollte und fragte, was denn meine bizarrsten Wünsche und fantasien sind, so habe ich keinen Bock drauf, dies einem Fremden in der Illusion der Anonymität im Netz preis zu geben. Klar hab ich auch meine Fantasien, jene, was andere (die auf 0815 Kuschel- und Blümchensex stehen) wohl als einfach nur „krank“ bezeichnen würden, aber trotz der allgemein bekannten Aussage „Wer nicht fragt, bekommt keine Antwort.“ behalte ich mir das Recht vor, auf manche Sachen mit „das ist mir zu persönlich“ zu antworten.

Bin ich deswegen gleich prüde?
Nein.

Wunderland…
Ja, das Netz scheint eine schier unerschöpfliche Vielfalt an wundersamen Kreaturen zu beherbergen. Die Kust ist es (für mich zumindest) immer wieder erneut gewisse „Nadeln im Heuhaufen“ zu entdecken und diese vom spröden Rest „auszusieben“. Das bedarf Zeit, das bedarf Motivation, aber vor allem bedarf es an der Fähigkeit, ein gewissens „Gespür“ dafür zu haben. (Mein Bauchgefühl kommt mir hierbei immer wieder sehr zu Gute.)

Pornomüll…
Ja das glaub ich gern. Immer wieder hört und liest man von jungen, pubertierenden, heranwachsenden Männern, die sich nur das als „Vorbild“ haben, was sie in den Pornos sehen. Sie glauben dann, so gehe es wirklich zu und schreiben dann gleichaltrigen Mädels via What’s App „Ich fick dich du Schlampe! Lutsch meinen Schwanz!“ Ungelogen, erst vergangene Woche hab ich erst einen Screenshot auf Facebook von einer 18 Jährigen aus meiner Freundesliste gesehen, welche diesen „Dummbeutel“ damit bloßstellen wollte.

Wunderland, ja… ein Land, wo man sich immer wieder auf’s Neue wundern kann…

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