„Ich habe einen kleinen Penis“ oder: Alex die männl. Jungfrau (Teil 1)

Mitte November 2014 hatte ich Alex* (*Name geändert), 23 aus Websingles kennengelernt. Sein Foto war schwarz-weiß, im Liegen und es war ansatzweise zu erkennen, dass er lange Haare hat. Deswegen hab ich ihn damals angeschrieben.

Alex, 23 wbs – die längsten Sms die ich bis dato je bekommen hatte

19.11.2014 Sms von Alex:

Guten Morgen. Du kannst gerne das „lieber“ bei „Lieber Alex“ weglassen, aber danke 🙂 Wie war die Geburtstagsfeier?

Ich wollte öfters anfangen eine Sprache zu lernen, wollte auch japanisch lernen, aber irgendwie hat sich nie genug Zeit auf lange Sicht gefunden. Kannst du andere Sprachen?
 
Golden Girls hab ich früher gern geschaut und how I met your mother – aber da war das Ende sehr enttäuschend… Ich mag Sitcoms und Serien aber generell sehr. Lieber als Filme. ^^
 
Ach kuschelig bin ich definitiv sehr. Hab auch gerne überzählige Polster und Decken im Bett zum wohlfühlen. Und was machst du denn sonst in der Freizeit aktuell? Irgendwas, dass dein Interesse im Moment in den Bann gezogen hat? Bzw. nach was schaust du denn so auf Flohmärkten?

Ich: Ich schreib das aber bei dir gern mit „lieber“ weil ich mich so über den Kontakt mit dir freu. Deswegen gehörst du definitiv zu meinen Interessen und kann sagen, dass du mich da in den Bann gezogen hast. Für den Rest schreib ich dir ein mail, so viele Fragen überfordern mich (derzeit). Lg
Hab dann noch kurz mit ihm telefoniert und ihm die Fragen per Telefon beantwortet. Da hab ich ihm dann auch erzählt (in Bezug auf das Golden Girls Zitat von Blanche „Eine Jungfrau! Das weckt die Künstlerin in mir…“ und dass die Rolle der Blanche mich wohl als Kind schon prägte ^^) dass mein Ex Jungfrau war und dass ich des Öfteren solche anziehe. Am nächsten Tag kam dann folgende Sms:

20.11.2014

Er: Guten Morgen. Habe noch ein paar Makel von mir, die eventuell erwähnenswert für den Anfang sind. Zum ersten, wegen familiären und finanziellen Problemen wohne ich aktuell im Haus und am Grundstück meiner Mutter und Großmutter. Wobei Geld ist mir ziemlich unwichtig und gebe es lieber aus um jemanden Freude zu bereiten als sonst was.  🙂

Außerdem eventuell ganz interessant, ich verbringe die Zeit lieber gemütlich zu zweit bzw. mit Freunden daheim als unterwegs zu sein. Alex ist kein Fan von großen Gruppen. Was sonst? Ach – was dich wohl eher amüsiert, ich bin aktuell Jungfrau. Habe ja erwähnt dass ich monogam bin und nachdem nie festes soweit war und Gelegenheiten mich nicht so interessieren. Zuletzt wohl was dann wohl bereits bekannt war aber trotzdem zu wissen wäre – ich hab mehr als einen Waschbärbauch. Sollte man halt wissen. 🙂

Denke das wäre es mit dem, dass mir eingefallen wäre. Gibt noch anderes wie „ich renne bei 10 Grad mit kurzem T-Shirt durch Wien“ aber sowas ist eher Nebensache und somit nicht notwendig, dass man eine echte und offene Freundschaft aufbauen kann. Und das will ich ja erreichen. Also falls noch etwas offen sein sollte oder ich dir sonst eine Freude machen könnte, immer ehrlich raus damit. Aber vor allem wünsche ich nochmals viel Erfolg für dein Gespräch und dir ein tolles Wochenende.

PS: Du hast bei mir als kleines Geschenk einen Geburtstagswunsch gut.

Es folgten ein paar kurze Sms hin und her, die eher nebensächlich sind, deswegen lass ich sie hier weg und geh zum Wesentlichen weiter:

Martina – der Jungfrauenmagnet

Ich: Danke dass du mir das mir der Jungfrau geschrieben hast. Ich sollte es ja schon nach nun 7x langsam gewohnt sein: Martina – der Jungfrauenmagnet. 😀 Find diese Tatsache cool. Ist „Damenbesuch“ dann überhaupt bei dir gestattet?

Er: Ach Besuch ist überhaupt kein Problem. Großes Doppel-Haus mit Garten, Vater und Großvater sind gestorben. Also dir steht es jederzeit frei. Musst dich halt in mein Auto trauen. Öffentlich gibt es da nichts.

Hast anscheinend ein magisches Händchen oder einen speziellen Geschmack. 🙂 Ich mach da kein Geheimnis draus, hab ja erzählt, dass ich zu dem Thema Liebe und Sex eine eher spezielle Einstellung hab.

Wie geht es dir denn nach der Trennung? Ist ja noch nicht so lange her. Oder mal die Frage, wie geht es dir denn allgemein so? Irgendwas das dich beschäftigt?

JEDERZEIT  – sowas sollte man bei mir nicht sagen oder schreiben, denn an sowas kann ich Leute gut festnageln…

Ich: Uuur lieb! Aber echt! Wir kennen uns noch gar nicht wirklich und du bist schon total fürsorglich! Bevor ich die ganze Geschichte erzähl, würd ich dich schon gern persönlich kennenlernen. Was ich nämlich nicht mag: vergebene Liebesmüh. -> wenn es mit dem persönlichen Kontakt dann doch nicht klappt dann hat man schon sein halbes Leben preisgegeben. Aber ich mag dich jetzt schon irgendwie ziemlich. 🙂

Er: In Ordnung. Falls dann doch mal schon vorher was raus muss, weißt ja wo man mich findet. Versteh wenn du nicht ständig jedem „Fremden“ deine Biografie vorlesen willst. 🙂

Naja aber wäre ja dann schade wenn es dann persönlich nicht klappt. Ich mag dich auch.  😛

Ich: Moi, das freut mich zu lesen. Woher weißt du dass es meine Biografie zum VORLESEN gibt? O.O

Er: Das war nur eine Metapher. 🙂 Hast du denn wirklich schon etwas zum lesen geschrieben?

Ich: Eben ja! Deswegen ja! *unheimlich* Triffst du öfters mit einer Metapher ins Schwarze? Hast du ein Talent/Gespür für sowas?

Er: Na dann hab ich wieder was von dir gelernt, Fräulein Autorin. 🙂 Und darfst mir wenn man sich mal trifft wirklich etwas vorlesen. 🙂

Musst mir dann auch mal davon erzählen, wie es dazu kommt dass du eine Biografie hast. Das war nun ein kompletter Zufall, einfach weil ich solche Metaphern gerne sage. Ich hab zwar öfters gewisse Ahnungen und einen Sinn für Probleme und Gefühle aber sowas kann man wirklich nicht vorhersehen. Ich hab aber öfters ein glückliches Händchen.

Ich: Wie meinst du das mit dem letzten Satz, den versteh ich nicht. Das mit der Biografie, die ersten 2 waren als E-Mail gedacht und sind dann ausgeartet in Tagebuchdateien.

Er: Ach ich sage oft irgendwas aus dem Kopf heraus und dann stimmt was davon. 🙂  Klingt zumindest spannend und ich finde es toll, dass du dein Leben so dokumentierst.

Ich: Wegen der Dokumentation, da kann ich gar nicht anders, so viel wie sich da tut/getan hat. 😀 Abgesehen davon is es besser, als 15x das selbe zu erzählen. So können es meine Freunde ganz in ihrem Tempo nachlesen.

Er: Also is bei dir wohl immer was los. 🙂

Ich: Danke übrigens für das Fräulein! Seit  meinem 30er vor 8 Tagen freu ich mich grad 3x so sehr darüber. Kannst deiner Mama und deiner Oma ausrichten, sie haben dich toll erzogen diesbezüglich.

Er: Schön dass ich dir eine Freude bereiten kann, auch wenn ich es nicht nur gesagt habe um mich einzuschleimen sondern weil ich es so meine. Na gut, ich möchte dich nun nicht den ganzen Tag mit SMS belästigen. Hat mich wirklich sehr gefreut von dir zu hören und ich hoffe du hast nun eine schöne Zeit mit deinem Besuch. 🙂

Ich: Du belästigst mich keinesfalls! Hab mich bis jetzt über jedes Sms von dir gefreut!

Er: Wobei es dir natürlich frei steht, auch am Wochenende zu schreiben. Ich möchte euch aber nicht stören, nachdem ihr euch anscheinend eh nicht so oft seht.

Ich: Ich schreib eh wann ICH will. 😀 Aber danke, gut zu wissen. 🙂

Er: Na dann hab ich ja eh keine Wahl als mich deinen Nachrichten und dir zu ergeben. 🙂 Aber freut mich ja sehr wenn du die Zeit zum schreiben findest.

Ich: Du willst dich mir ergeben? ^^ Interessanter Gedanke, den müssen wir festhalten.

Er: Wo ich mich jetzt schon wieder reingeredet hab… 🙂

Ich: Tja, achte auf die Wortwahl mein Lieber, ich nehm sowas ernst.

Er: Ach, ich bin zwar sehr gutmütig aber hab schon meinen eigenen Willen. Aber einen Geburtstagswunsch hast du ja geschenkt bekommen, also muss ich wohl etwas lieb sein. 🙂

Ich: Müssen tust du gar nix. Schon gar nicht im Sinne von lieb sein. Weil auf die Art macht’s mir keinen Spaß wenn etwas erzwungen is.

Er: Das war doch nicht so gemeint. 🙂 Du kannst dir sicher sein, dass ich nichts tu was ich nicht will. Und ich schreib mit dir und verhalte mich so wie ich es tu, weil ich dich gern hab.

Ich möchte, dass du weißt dass ich es ernst meine und wirklich bemüht bin dass wir irgendwann echte Freunde sind. Darum, einfach eine weitere Info zu mir. 🙂 Ich habe einen kleinen Penis 😛 Wolltest du wohl nicht wissen, aber es sollte einfach was sein, dass irgendwie ehrlich ist und wohl nicht jeder nach wenigen Tagen mitteilt.

Ich hab dann mit ihm in Folge dessen telefoniert und nochmal nachgefragt wie er sich was vorstellt. Er meinte im besten Falle sei eine Freundschaft Plus für ihn toll – aber halt ohne Sex. Kuscheln weil er so drauf steht, Petting aber Sex gebe es für ihn nur in einer Beziehung. Daraufhin hab ich ihm dann erzählt, dass ich eigentlich ganz froh bin, dass er das mit dem kl. Penis erwähnt hat, dass es somit eine Sache ist, auf die man sich einfach schon einstellen kann. Und dann war ich neugierig und fragte nach den Maßen. Aber die wisse er nicht. Es sei halt „nur eine Hand voll“.

24.11.2014

Er: Hab etwas über das Thema Kopfkino nachgedacht und selbst das ist bei mir seltsam. Meines besteht aus kuscheligen Abenden mit DVDs, reden, zusammen einschlafen und das zumindest ein Mal die Woche. Einfach eine die schreibt: „Hey, DVD nach der Arbeit?“ Ist mir eigentlich etwas peinlich, weil das ganze für eine Fantasie doch etwas jämmerlich ist. Naja…

Ich: Nein wieso, es ist dein Kopfkino. Je mehr ich (unter anderem auch darüber) von dir erfahre, desto besser kann ich mich auf dich einstellen und weiß was du magst und womit du nicht kannst. Alles gut. 🙂

Er: Wie gesagt, ich bin für alle Fragen und sonstiges offen. Vorallem weil ich dich mag und es mich freut wenn ich dir eine Freude bereite.

Wir haben uns dann ausgemacht, dass ich von 29. auf 30.11. zu ihm komm, wir DVD schaun und ich bei ihm übernachten werde.

Er: Du, ich werde nicht wirklich zusammenräumen bei mir. Hab es mir überlegt aber es ist bei mir halt etwas unordentlich und nachdem ich will, dass du mich so magst wie ich bin und will dass du öfters kommst, hab ich mich für Chaos entschieden. 🙂 Sag mal was hältst du bis jetzt eigentlich so von mir bis jetzt?

Ich: Das is mir zu mühsam für ein SMS, ich schreib dir ein mail diesbezüglich.

27.11.2014

Ich: Und wann folgt mein Feedback? 🙂

Er: Ach ja stimmt, hab vergessen die mail zu lesen. 😛

Zuerst mal – wenn du meine Stimme hart kennst, sollte ich dir den Eindruck vl nicht kaputt machen indem du vorbei kommst und dabei bist, wenn ich in Babysprache mit meinem Kater rede und ihn flauschiwauschibauschi nenne.

Ich hab von dir noch eher wenig.  Das was ich vor allem hab, ist das Gefühl, dass ich mit dir über alles reden will und vor allem zu 100% offen sein will. Das war eigentlich noch nie so.  Dann finde ich deine Offenheit und deine Selbstsicherheit zu dem wie du bist und was du willst egal was andere denken, wirklich beeindruckend. Zuletzt klingst und verhältst du dich sehr süß und ich möcht dich einfach nur durchkuscheln. 🙂 Alles in allem mag ich dich halt. Wobei ich natürlich immer noch die Sorge habe, dass du mich im Endeffekt dann doch nicht magst oder mich länger als Freund halten willst. Einfach weil es in meiner Vergangenheit immer so war.

Und zusätzlich, möchte ich irgendwie fast alles dafür tun, um dich glücklich zu machen und etwas Freude zu bereiten, und das ist auch etwas früh nachdem wir uns wenig kennen, aber ich hab das Gefühl, du verdienst es.

Ich: Danke für deine Ehrlichkeit. Einerseits freut es mich, dass ich das in dir auslöse, aber andererseits fühl ich mich von der Schwere dieser Worte (welch wichtigen Stellenwert ich jetzt schon für dich habe) fast schon erschlagen (bin nur ehrlich und schreibe was das in mir auslöst und is nicht als Vorwurf gedacht).

Dich als Freund „halten“? Das klingt fast schon wie „sich einen Sklaven HALTEN.“ Oder meintest du halten im Sinne von Behalten?

Was meinst du, woran es lag, dass das „in der Vergangenheit nicht so war“?

„100% offen sein. Das war eigentlich nie so.“ Warum nicht? Woran lag es?

Er: Es ist weniger ein wichtiger Stellenwert aktuell, als das Gefühl, dass es in Zukunft eine schöne Freundschaft sein kann. Sag ja, ich weiß nicht warum ich dir gegenüber direkt so offen bin.

Mit als Freund halten, meinte ich etwas mehr als im Leben behalten. Zumindest nach meiner Definition. Ein Freund ist für mich jemand mit dem man ehrlich redet, gerne mal Zeit verbringt, und im Leben heißt für mich nur zumindest ab und an mal reden.

Ich weiß es nicht genau. Ich hab das Gefühl, dass die meisten einfach das Interesse an mir verlieren sobald es eine andere Option gibt. Naja, ich teile eigentlich nicht direkt alles in der ersten Woche. 😛 Die meisten willen doch nicht so viel so direkt wissen. Z.B. gibt es eine Sache die mich relativ prägt und das sind Depressionen.. Wenn ich das jetzt jemand andren direkt sage, halten das die meisten für übertrieben. Oder im Sinne von Dates. Ich finde so schon niemanden, wenn ich allen das erzähle was du weißt, wäre – naja weniger als null kann es ja nicht sein aber du weißt was ich meine 😛

Ich: Also in puncto Beziehung kann ich ja nicht mitreden, aber in puncto Freundschaft bin ich „polyamor“. Ich hab viele Leute lieb. Wenn ich wen mal in mein Herz geschlossen hab -> „Mina-Status“, dann will ich diese Person auch lange behalten.

Er: Ich versteh es sehr genau, dass man einige sehr mag, ich erwarte auch nicht, dass ich, vor allem jetzt auf gleich das Wichtigste bin. Es tut aber wen, wenn man plötzlich keine Antworten bekommt, kaum Kontakt hält und alles weitere. Vor allem wenn man dazu auch noch nie „der eine“ war im Bezug auf eine feste Beziehung oder auch nur ähnliches. Das aber vielleicht ein anderes Mal. Möchte dir das ganze Zeig nicht vorheulen. Vl nachdem wir uns treffen.

Ich: Darf ich deine Geburtsdaten haben? Also Geburtsdatum, Geburtszeit und Geburtsort. Würd gern einen Blick in dein persönliches Horoskop werfen. Denn ich zieh auch immer wieder Menschen mit einer schwierigen Vergangenheit an. Auch Depressionsmenschen sind mir nichts Neues.

Er: Haben wir was gemeinsam. Ich zieh auch solche an, helfe ihnen und dann bin ich wie erwähnt uninteressant. Ja kannst du haben. Yy.xx.1991 um zz:45 in Hainburg

Ich: Na wie gut dass ich keine hab. Danke!

Er: Was hast du nicht?

Ich: Depressionen. Also fällt das schon mal als Vertschüss-Faktor weg.

Er: Ach es haben mich auch genug ohne im Stich gelassen also wer weiß. Wird man ja alles sehen.

Ich: Im Stich gelassen? Wirklich so schlimm? Im Stich gelassen bedeutet für mich jemanden brauchen in gewissen Notsituationen und da alleine gelassen werden.

Er: Naja, empfinde das so, wenn jemand weiß, dass ich depressiv bin und es im Moment extrem scheiße geht und ich nichtmal eine Antwort wert bin oder ein „Wie geht’s?“ und dann erst wieder was hören, wenn sie was brauchen.. Oder einfach gar nix mehr hör. Keine Ahnung, vl übertreib ich aber wie gesagt, ist im Moment ja nicht wichtig, anderes Mal vielleicht. 😛

Ich: Ok das versteh ich. In der Not erkennt man eben seine Freunde auf die man sich verlassen kannst. Und wieviele Freunde hast du derzeit?

Er: Wobei ich sagen muss, dass es das Schönste für mich ist wenn ich jemanden glücklich machen kann. Wenn jemand meine Nähe und Zuneigung sucht. Einfach auch nur für einen Moment das Wichtigste zu sein. Naja darum fällt es mir wohl so schwer Single zu sein. Mir fehlt da einfach diese Nähe. Klingt wahrscheinlich etwas dumm, ich weiß.

Ich: „Klingt wahrscheinlich etwas dumm, ich weiß.“ Ich weiß ja nicht, wer dir so viel Sch… eingetrichtert hat aber NEIN, TUT ES NICHT! Nicht in meinen Augen. Grad die Menschen, die Rohdiamanten sind, kostbare Juwele die noch niemand zum Strahlen gebracht hat, grad die sind es, die sich selber runtermachen (müssen?) weil ihnen jemand solange etwas eingeredet hat, bis man es selber glaubte. War bei mir auch so. Doch ich bin nach meiner Depression gewachsen und wie ein Phönix aus der Asche neu auferstanden . Dieser Prozess ging über die letzten 7 Jahre wo ich seit diesem Jahr endlich zu der geworden bin, die ich bin.

Da du selbst gerne hilfst und gibst, möchte ich dir auch helfen. Da sind wir gleich. Aber alles Schritt für Schritt. Versprechen wird ich dir derzeit aber (noch) nix. Ich mach keine leeren Versprechungen.

Vielleicht war das mit den Juwelen ein bisschen kitschig, aber dennoch bin ich wirklich davon überzeugt, dass viele Menschen einfach nur noch nicht zum Strahlen gebracht worden sind. Gerade wenn ich an mich denke und was mir alles dieses Jahr widerfahren ist. Zuerst durfte ich durch die „JOURNEY“-Methode (Buchempfehlung: Brandon Bays – „THE JOURNEY –der Highway zur Seele“) einen Blick in mein Innerstes werfen und da Licht und Liebe entdecken, und dann war mir auch noch Jörg begegnet, der mich ebenso auch mit meinem Bauchgefühl zum strahlen und scheinen brachte. Und just heute schrieb ich auch mit Martin Fr kurz darüber, weil er mir geschrieben hatte: „Schade, dass man dich nicht klonen kann. Es gibt viel zu wenige Menschen wir dich.“ Ich hab darauf geschrieben: „Du, du hast sie nur noch nicht entdeckt. Menschen wie wir treten ruhig und unscheinbar auf und sind in der Regel ungeschliffene Diamanten.“ Er: Prinzipiell hast du Recht nur bist du nicht unscheinbar.“ – Ansichtssache. Ich find schon. Manchmal is es gut so, in anderen Situationen aber auch weniger…

Er: Trotzdem danke allein für den Plan zu helfen. Und Versprechungen sind sowieso nicht notwendig. Ändert nichts daran wie ich mit dir umgehe, rede ja nicht nur mit dir weil ich mir etwas erwarte sondern weil du halt du bist.

Aber wie gesagt, es ist nicht wichtig. Jetzt zählt erstmal du und ob wir uns wirklich verstehen würden.

Ich: Genau. Das Persönliche entscheidet, und es ist dann wie es ist.

Er: Und ich erwarte mir ein Statusupdate von dir nachdem wir uns getroffen haben, sofern du nicht direkt ins Auto steigst oder dann doch früher heim willst. 😛 Falls das passieren sollte, kann ich es mir denken.

Ich: Nämlich dann weswegen?

Er: Dann würde ich davon ausgehen, dass du doch eher keine Freundschaft siehst.

Ich: Achso ja. Aber so ein davonlauf-Typ bin ich normalerweise nicht (und da jetzt bitte kein ABER.. und keine Schwarzmalerei als Antwort auf diese SMS).

Er: Ach keine Schwarzmalerei. Ich bin nur immer gedanklich auf alles eingestellt. Von gut bis zu schlecht. Einfach in dem Fall von nicht einsteigen bis zu einem tollen Abend mit Erzählungen über dich, Gekuschel und dem Plan für ein nächstes Mal. Und halt alles dazwischen.

28.11.2014

Er: Guten Morgen. Ich wollte nur kurz Fragen, was du morgen gerne gefüttert werden magst. (Metaphorisch, du bekommst einen eigenen Teller)

Ich: Uff, keinen Plan derzeit… Aber ich würd mich über ein Cappy* zum Frühstück freuen.

(*Cappy ist in Österreich der eine Orangensaftmarke)

Er: Dann kein Futter für dich. 😛

Ich: Ich mag nicht wenn du Futter schreibst. Bin kein Tier.

Er: Tut mir leid, wollte dich nicht beleidigen. Es war auf keinen Fall böse gemeint oder herabwertend. Ich mag dich ja.

Er: Irgendwie bin ich nun nervös, dass ich es versaue oder etwas falsch ist…

Und das konnte ich gar nicht gebrauchen. Einen unsicheren Typen der sich nur Gedanken macht etwas falsch zu machen. Deshalb konnte ich nicht anders als etwas schroff zurückzuschreiben:

Ich: Soll ich absagen und warten bis du dich wieder gefasst hast? Weil das brauch ich nicht, dass du vor lauter Nervosität einen Unfall baust…

Er: Ach keine Sorge, ist ja nicht so schlimm, will mich nur bemühen. 🙂

Mach dir keine Sorge. Wie gesagt, wäre halt schade wenn wir so auseinander gehen würden. Würde dich gerne mehr kennenlernen. Aber wie es ist ist es. Ich bin so wie nich bin, das Haus ist so und mein Auto ist so. Und du bist so wir du bist. Wenn es passt, passt es, wenn nicht hab ich zumindest einige Tage und Sms mit einer sehr lieben Person geteilt.

Alles in allem, egal was passieren wir. Ich freue mich ehr auf morgen und freue mich sehr, dass ich dich kennenlernen durfte.

29.11.2014

Es folgten ein paar organisatorische Mails zwecks Abholung und dann kam die Frage:

Er: Und ist alles okay? Irgendwie klingst du seit vorgestern etwas anders bzw. schreibst du etwas anders.

Ich war erstaunt wie gut er das erfasst hatte – zumindest in Bezug auf meine gestrige SMS. Daher überlegte ich, wie ich das am diplomatischsten Formuliere und ich finde, die Antwort war mir ganz gut gelungen:

Ich: Du hast dich entschieden, dass du das durchziehen und mich kennenlernen willst. Also wirst du das heute auch. Dass ich ein Mensch mit vielen Facetten und Seiten bin, lernst du somit auch. Und deshalb wird sich nicht nur zeigen ob ich mit dir kann, sondern auch DU mit MIR.

Er: War nicht so gemeint, dass es mich stört oder so. Ich mach mir einfach zu viele Gedanken und wenn ich das Gefühl habe, etwas stimmt nicht oder dich könnte etwas beschäftigen, frage ich lieber einmal nach ob ich helfen kann. Wie du sagst, ich muss halt noch lernen wir du genau bist. 🙂

ENDE TEIL 1

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